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ronja 007

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Die Weihnachtsgeschichte

Die Geschichte von der Geburt Jesu in der Bibel
 



Die Geburt Jesu.
In jenen Tagen geschah es, daß vom Kaiser Augustus ein Befehl ausging, daß der gesamte Erdkreis aufgezeichnet werde. Diese erste Aufzeichnung geschah, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Alle gingen hin, sich eintragen zu lassen, ein jeder in seine Stadt. Auch Joseph zog von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt - weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, um sich eintragen zu lassen zusammen mit Maria, seiner Verlobten, die gesegneten Leibes war. Während sie dort waren, geschah es, daß sich die Tage erfüllten, da sie gebären sollte, und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn, hüllte ihn Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil nicht Platz für sie war in der Herberge.

Offenbarung an die Hirten
In der selben Gegend waren Hirten auf freiem Felde und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und es umstrahlte siedie Herrlichkeit des Herrn, und sie fürchteten sich sehr. Der Engel aber sprach zu ihnen: "fürchtet euch nicht! denn seht ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volke zuteil werden soll: Euch wurde heute in der Sadt Davids ein Retter geboren, der ist Mesias und Herr. Und dies soll euch zum Zeichen sein: Ihr werdet ein Kindlein finden, in Windeln eingehüllt und in einer Krippe liegend!" Und auf einmal erschien mit dem Engel eine große Schar des himmlischen Heeres, die Gott priesen mit den Worten: "Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Frieden unter Menschen eines guten Willens!" 

Und es geschah, als die Engel von ihnen weg zum Himmel entschwanden, sagten die Hirten zueinander: "lasst uns hinübergehen nach Bethlehem und schauen, was da geschehen ist, von dem der Herr uns Kunde gab!" Und sie gingen eilendsund fanden Maria und Josephund das Kind , das in der Krippe lag. Als sie es sahen, berichteten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind geagt woden war. Und alle, die es hörten, wunderten sich über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria behielt alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten aber kehrten zurück und priesen und lobten Gott, für all das, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Lukasevangelium, Kapitel 2,1 - 20


auch auf dieser Seite:
Weihnachtsgeschichte auf schwäbisch
Weihnachtsgeschichte auf frankforderisch

Weihnachtsgeschichte auf pfälzisch
Weihnachtsgeschichte auf berlinerisch
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D’ Weihnachts’gschicht uff schwäbisch

Wia se noch am Evangelischt Lukas vor augfähr 2000 Johr datsächlich bassiert isch

Sellamols -wia dr Auguscht en Rom Kaiser war ond so an gwisser Cyrenius Schtadthalder vo Syria ond oaner mit Nama Herodes war do dr Könich vo Judäa. No hot der Kaiser a'gwisa, daß sei ganzes Völkle zehlt wera soll - ond daß jeder do na muas wo er au uff’d Welt komma isch, om sich uffschreiba zom lau.
Schließlich hodt au domols schau an Kaiser wissa wella, was denn so an Schdeira vo seine Leut eizdreibat wär.

Jezadle isch also jeder do na wo er her war, ond hodt sich eidraga lau.

En Nazareth en Galiläa hodt an Zemmerma glebt, dr Joseph, ond sei Braut Maria. S’Mariele war en andere Omschtänd, aber net vo ehm, sondern vom heiliga Geischt, was aber en deam Fall g'schdemmt hodt. Die zwoa hean ihr Bündele g’nomma ond senn nieber noch Judäa, en Richdong Bethlehem, wo jo dr Sepp her war. Des Bethlehem war bekannt durch dean David ond aus deam seinara Sippschaft isch dr Joseph schließlich raus. also hodt er sich au selt eidraga lau miasa.

Dia zwoa senn en schdockduschderer Nacht a'komma ond hean nadürlich au net veil Geld g'hett, wega deam hodt dann an jeder Herbergswirt schnell a’gwongga, wenn se g'frogt hean ob se über Nacht net a Zemmer kriaga kendat.
Zo allem na hodt d’Maria ihr erschde Wehe kett ond es war ziemlich kalt .

En ihrer Naut hean se uff’ra Bomwies em’a Schofstall a Plätzle g’fonda.
Der Josepf hodt gschwend a weng Hei ond Schtrau zamma dau ond die Maria hodt a goldichs liebs Biable uff’d Welt brocht. Sie hodt's en mitgbrochte Wendla neigwicklat ond eam da Nama Jesus geba - wia se's vom’a Engel g’seit griagt hodt.
Henna aus em Stall isch an Ochs on an Esel komma ond hean des Bobbele a’guckt on dr’bei mit ihrem Odem warm g'halta. Ond der Sepp ond sei Maria heand sich mordsmäßig g’freit, dass alles no so guat ganga isch.

Dussa em freia - bei ihre Schoof – hean a bar Hirta wache g’halda no isch deana uff oamol an Engel erschiena. –Oh jessas hean dia Angscht g'het.- Doch dr Engel hodt g’said se solladt sich net firchda, er hodt a guade Nochricht –des praktisch s’ganze Volk agau dädt. ’’ Heut isch en Bethlehem der Heiland uff `d Welt komma - des isch Chrischtus der Herr onser Erlöser! "

Ond no hodt er g'seit sie sollet nau amol gugga, es wär ema Schtall – en’ra Krippe dädatse a kleins Bobbale fenda – ond des wär dr Erlöser.
En deam Moment senn zu deam Engel no an ganzer Haufa andere erschiena – ond no hean se alle mitanander g’songa :

Ehre sei Gott in der Höhe - ond Frieden den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!

Uff zmol isch es ganz hell worra. Dia Schoofhirt hean zemmapackt ond senn los - ond hean datsächlich des kleine Biable g`fonda, ond sich nadierlich riesig g’freid ond senn nakniebladt ond hean bädet. Ond vo deam bisle was’se g’hett hean – do hot jeder am Sepp ond seiner Maria a’weng davo geba, so dass dia zwoa für’s erschte amol ebbes z’essad ket henn.

Om an Muggaseggel später senn drei noble g'scheite Mann’a en ihre feine Kittel en salle Gegend komma ond hean d’Leut noch deam neigeborana Kendle g'frogt. Es sei ehna selt diba em Morgaland an jenseitsmäßig rießiger Briggel vo Stern erschiena ond hätt’s na a’zeigt – mit deam Kendle – onder deam Stern müsst es sei.

Mer hodt dia drei zum König na g'schickt.

Wia der des vo deam kend g'höört hodt – des dr Erlöser sei soll, uff dean alle gwardet hean, do ischer nadierlich arg verschrogga ond donderschlächtig eifersüchtig worra. Aber so a Schlitzohr wia er war, do hott er g’seit , se sollad des Biable suacha ond ehm Bscheid saga –er kommt no ond will’s au a’beta.
En echt hodt der weidaget üble Lombaseggel Herodes – wenn oaner schau Herodes hoast – des Kendle ombrenga lau wella, om so die Konkurenz vo seim wackelicha Thron auszomschalda.
Dia drei noble Herr’a hean no des Jesuskind datsächlich au g'fonda en seim Schtall, hean's als zukünftiger Erlöser a'betet ond em an Haufa schöne Sacha doglau. – Se senn dann aber dapfer hennarom, weil se deam Herodes nedt ganz traut hean.

Wiea der Herodes des gschnallt hodt, hodt der sich denkt: wenn i des Jesukind net find, no lass i alle kleine Buba onder zwoa Johr ombrenga, no wird er schau dabei sei. Ond so hodt’s der Dagdieb no au g’macht, alle kleine Biable töda lau.
G’nitzt hodt em sei Schandtat garnix, den der heilige Joseph hodt vomma Engel an Tip griagt ond isch bei Nacht ond Nebel niber noch Ägypta - wo der Herodes nix zom melda kett hodt.
Der Lomp hodt’s no au nemme lang g’macht ond isch ganz elendich g'schdorba.
Ond wia er daudt war isch der Joseph mit der Maria ond deam Jesuskind wieder noch Galiläa noch Nazareth. Selt isch des Kind uffg’wasa – s’isch jeden Dag älder ond g'scheiter wora ond hodt em heilicha Joseph ond der Mutter Gottes arg veil Freid g’macht.

Verzehlt vom Gunter Harr  

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Die Weihnachtsgeschichte
auf  Frankforderisch
 

In dere Zeit is damals grad e Verfüchung rauskomme vom Kaiser heechstpersönlich, vom Augustus. Der hat sich in de Kopp gesetzt, daß iwwerall in seim Reich die Leut uffgeschriwwe wern. Er wollt nämlich parduh feststelle, wieviel des sin un wo se all wohne un ob sem aach all ihr Steuern bezahle. Des war e ganz neue Idee, die se sich da ausgeknowelt hadde, un es ersdemaal, dasse des so genau wisse wollde, damals, wie de Quirinjus Owwermaschores im Land war.

Na ja, was wollde die klaane Leut annersder mache. Da sin se halt losgezooche, um sich ihr Formulare ze hole. Jeder hat dahie gemußt, wo er hergewese is. Aach de Josef hat sei Sache gepackt un hat sich uff die Socke gemacht. Von Nazaret owwe in Galiläa aus, wo er gewohnt hat, nach Judäa in des Städtche, wo die Davids herwarn, nach Bctlehcm. Dort wollt er sich mit Maria, die schon im neunde Monat war, in die Lisde eidrache lasse.

Un kaum warn se dort, wars aach schon so weit. So hat se ihrn Sohn, ihrn ersde, uff die Welt gebracht. Sie hat en in Winnele eigewickelt un in e Krippche geleecht, wo sonst die Kieh un Ochse draus fresse. Nerjends sonst hadde se nämlich e Plätzi gefunne, weil alle Gasthäuser gestoppdevoll gewese sin wie e Worschthaut un net des klaansde Stibbche mehr iwwerich war.

Do in de Näh hawwe damals unner freiem Himmel drauße aach so e paar Schaafhirte gesesse, die hawwe da nachts als ihr Viecher bewacht. Un wie die da so hocke un e bissi vor sich hie deese, is uff aamol en Engel vom Liewegott selwer vor ihne uffgedaacht. In dem Moment isses aach schon hell gewese, un von eme göttliche Glanz sin se aagestrahlt worn. Da sin se erschrocke un hawwe sich gefercht un geduckt wie Katze wanns donnert. Awwer de Engel hat zu ene geredt.

»Nor kaa Angst, duht euch net ferchde! E Mordsfreud hab ich euch auszerichde, was ganz Scheenes, wo jeder was devoo hawwe soll! Dann im David seiner Stadt driwwe is euch heut aaner geborn worn, den de Herrgott selwer euch geschickt hat, Christus de Herr! Und da dran sollt err des erkenne: Ihr werdt e klaa goldich Bubche finne in Winnele eigewickelt, des liecht in eme Stall in ere Futterkripp!«

Un schwubb is newer dem Engel en ganze Haufe von himmlische Herrschafde erschiene, die hawwe vor Freud gcsunge un gejodelt un hawwe de Liewegott hochlewe lasse: »Ehre«, hawwe se gerufe, un »Hoch, de Herrgott, hoch! Un jetzt solls Friede gewwe uff de Welt, dann unser Herrgott hat sei Mensche gern!«

Wie sich die Engel nach all dem Spekdagel un Gedees widder in Richtung Himmel fortgemacht hadde, hawwe die Schafhirte zuenanner gesacht: »Jetz awwer nix wie los un eniwwer nach Bethlehem! Jetz wolle mer doch gleich emaal gucke, was da bassiert is un was de Herrgott uns da fer Sache verzeehle hat lasse!«

Un schon sin se Iosgesaust, so schnell se konnde. Un werklich hawwe se dann Maria un Josef gefunne un des Kindche in saam Futterkrippche. Un sie hawwes bewunnert un hawwe verzeehlt, wasse von dem klaa sieß Kerlche schon alles geheert hadde. Da hawwe die Leut ihr Naselecher uffgesperrt un ihr Aache un hawwe nor so gestaunt iwwer des, was die Kerle da so geredt hawwe. Maria awwer hat sich in ihrm Herze alles gut gemerkt un driwwer simmeliert. - Ja, un dann hawwe die Hirte sich verabschiedt un sin widder haamgezooche. Merr hat se noch lang singe un bete heern. Sie warn ganz meschugge vor lauter Freud, weil se des alles geheert un gesehe hadde, un weil de Herrgott so Sache grad ihne verrade hat.

(Lothar Zenetti, ein Frankfurter Pfarrer)

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Die Weihnachtsgeschichte
auf  Pfälzisch

 

Sellemols - wie de Auguscht in Rom Kaiser war un en gewisse Cyrius war Schtatthalter in Syrie un enner namens Herodes war de Könich vun Judäa, do hott emol de Kaiser a'geordent, daß sei ganz Volk gezält werre soll - un daß jeder dorthie soll wu er uff die Weit kumme is for sich uffschreiwe zu losse.

Schließlich hott ach domols schunn en Kaiser wisse welle, was so an Schteire eizutreiwe wär.

Also is jetzt er dort arme wu er her war un hott sich eitrache losse.

In Nazareth in Galiläa hott en Zimmermann gelebt namens Josepp mit seine're Braut Maria. Die war in annere Umschtänd, awer net vun ihm sondern vum heilige Geischt, was awwer in dem Fall g'schtimmt hott.

Die zwee henn ehr Bündel genumme un sinn nüwwer uff Judäa - noch Bethlehem - wu de Sepp her war. Des Bethlehem war bekannt durch de David un aus dem seiner Sippschaft hott de Joseph ach herg'schtammt. Folglich hott er sich dort eitrache losse müsse.

Die zwee sinn in schtockdunkler Nacht a'kumme un henn ach net viel druff g'hatt, denntewege hott dann ach jeder Herbergwert hortich abgewunke, wann se g'frogt henn ob se üwwer Nacht e Zimmer kriehje kennte. Dann ist noch dezukurnme, daß de Maria ehr erschte Wehe krieht hott un dasses ziemlich kalt war.

Die zwee henn dann in ihrer Not draus im Feld Unnerschlupp g'funne - imme alde Schoofschtall. De Josepp hott hortich e bissel was aus Heu und Schtroh zurechtgemacht und die Maria hott e herziges liewes Büwel uff die Welt gebrocht. Sie hott's in mitgebrochte Winnle gewickelt un em de Name Jesus gewwe - wie se's vumme Engel uffgetrache krieht g'hatt hott.

Hinne aus dem Stall is en Ochs un en Esel kumme un henn des Boppel betracht un dobei mit ehrm Odem warm g'halte. Un de Sepp un die Maria waren ganz glücklich, daß alles so glatt abgange is.

Draus im Freie - bei ehre Schoof - henn e paar Schoofhert Wach g'halte un denne is uff emol en große Engel erschiene. Ach Gott henn die Angscht g'hatt. Doch der Engel hott gemehnt sie sollen sich riet ferschte, er hätt e gutie Nachricht - wu praktisch 's ganze Volk a'ging: "Heit is in Bethlehem de Heiland uff die Welt kumme - des isch Chrischtus der Herr un Erlöser! "

Dann hott er g'saat sie solltenmol gugge gehe, es wär imme Schtall - do dehten se in 're Kripp e klee Boppel finne - un des wär de Erlöser.
In dem Moment sinn zu dem Engel noch en ganze Haufe annere erschiene - un dann henn se allminanner g'sunge:
Ehre sei Gott in der Höhe - un Frieden den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!

Dann isses uff emol ganz hell worre. Die Schoofhert henn zusammengeraamt un sinn los - un henn tatsächlich des klee Boppel jefunne un sich nadierlich riesig g'frääd un dann henn se sich niedergekniet un henn's a'gebet.

Un van dem bissel wu 'se g'hatt henn - do henn 'se ein Josepp un de Maria noch was abgewwe, so daß die zwee for's Erschte mol was zu esse g'hatt henn - do henn 'se ein Joseph un de Maria noch was abgewwe, so daß die zwee for's Erschte mol was zu esse g'hatt henn.

E paar Woche denoch sinn drei vornehme g'scheite Herre in die Gegend kunune un henn die Leit noch dem
neigeborene Kind g'frogt. Es wäre'ne dehääm im Morgenland en große Schtern erschiene un hätt's 'ne a'gezeigt - mit dem Kind - un dorum müßt des sei. Mer hott die drei zum Könich g'schickt.

Wie der des vun dem Kind g'höört hott - wu de Erlöser wär, uff denn wu Alles gewart hott, do isser nadierlich arg verschrocke un furchtbar eifersüchtig worre. Awwer gerisse wie er war, do hott er gemehnt, die drei sollten des Boppel suche unnem Bescheid gewwe - er käm's dann ach abete. In Wirklichkeit wollt der schofel 

Herodes - wann enner schunn Herodes hääßt - des Kind umbringe losse um so die Konkurrenz for sein wackliche Thron auszuschalten Die drei nowele Herre henn dann des Jesuskind tatsächlich a'funne in seim Schtall, henn's als zukünfticher Erlöser a'gebet seinem en Haufe schöne Sache dogelosst. Sie sinn dann awwer hinnerum , weil se dem Herodes net getraut henn.

Na - hott de Herodes gedenkt - wie er des inne worre is: Wann ich des Jesukind net finn, noht loss ich alle klenne Buwe unner zwee Johr umbringe, do wer's schunn debei sei.

Un so hotts der Coochem dann ach gemacht. Alle klenne Büwelcher dohtschlachte losse. Genützt hott em sei Schandtat garnix, denn de heilich Josepp hott vumme Engel en Tip krieht - un ist bei Nacht und Newwel nüwwer uff Ägypte - wu de Herodes nix zu melde g'hatt hott. Na der Lumbes hott dann ach nimmie lang glebt un is ganz elendich g'schtorwe - was ein ach recht g'schehe hott. Un wie er doht war ist de heilich Josepp mit de Maria un em Jesuskind wieder uff Galiläa noch Nazareth. Dort is des Kind uffgewachse - is jeden Dag älder un g'scheiter worre un hott ein heilich Josepp un de Mutter Gottes arg viel Frääd gemacht.

Paul Tremmel

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Die Weihnachtsgeschichte
auf Berlinerisch


Zu  jenau  die  Zeit  hat  Kaiser  Aujustus  `n  Jesetz jemacht,  wat  besachte,  det  nu  alle  Leute  Steuer  zahl'n solln. Dit war det erste Mal, und passierte,  wie  Cyrenius  in  Syrien  Chef  von  det  janze  war.  Wejen dem jingen alle in die Stadt, wo se jebor'n  war'n. So hat 'et ooch Joseph aus Galiläa jemacht,  der  jing  von  Nazareth  Richtung  Bethlehem  in  Judäa,  wo  David  seine  Familie  herstammte.  Da  sollta sich melden mit Maria, seine Braut, die war  jrade schwanga. Und wie se da anjekomm'n sind,  war 't soweit, det se dit Kind kriejen sollte. Und so  bekam  se  nu  'nen  Sohn,  wickelte  'n  in  Windeln  und leechte ihn in 'ne Krippe, weil wo anders keen  Platz mehr war. Janz in de Nähe war'n Hirten, die  in  'na  Nacht  uff  'm  Feld  uff  de  Schafe  ufjepaßt  ha'm. 
 
Und  kiek  ma,  da  taucht  plötzlich  Jottes  Engel  uff, und justament war't tachhell, und da krichten  se't mit de (sprich: "mitte") Angst. Und der Engel  sachte:  "Nu  ma  keene  Bange,  Leute!  Wat  ick  zu  saren  hab',  läßt  bei  euch  und  all'n  andan  jroße  Freude uffkomm'n. Det is nämlich so: Da is heute
in  de  Stadt  vom  David  eener  jebor'n  wor'n,  den  nenn'n se Christus, und det is 'n janz Besonderer.  Den  erkennt 'a  daran,  det  'a  jewickelt  in  'ner  Krippe  liecht."  Und  denn  kam  noch  'n  janzer  Haufen  Engel,  die  ha'm  Jott  jelobt  und  ha'm  alle zusamm'n jesungen:
 
"Ehre sei Jott in de  Höhe  und  Friede  uff   Erden  und  'n  Menschen  een  Wohljefalln!" 
 
Wie  de  Engel  dann  wieda  wechjeflogen  sind,  sachte  eena  von  'n  Hirten  zu  'n  andern:  "Komm',  laßt  uns  ma  kieken  jehn,  ob  det  ooch  wahr  is,  wat  se  uns  da erzählt ha'm."  


Und da kam'n se ooch schon eilich jeloofen und  trafen uff Maria und Joseph mit ihr'm Kleen'n, wat  unjelogen  in  'ner  Krippe  laach.  Und  wie  sie  't jesehn hatt'n, da ha'm se 't weiterjesacht,  wat  se  von 'nen Engeln üba det Kind jehört ha'm. Und die  Leute, den'n sie 't jesacht ha'm, ha'm sich nur  jewundert  über  det,  wat  se  so  von'n  Hirten  jehört  ha'm.  Und  Maria  war  mächtich  jerührt  und  hat  darüba viel jegrübelt. 
 
Zu  juta  Letzt  sind  de  Hirten  wieda  nach  Hause  jejangen  und  ha'm  'n  lieben  Jott  jepriesen  und  jelobt  für  allet,  wat  se  jehört  und  jesehn  hatten.
Allet  war  jenau  so  jewesen,  so  wie  'et  ihnen  von  'nen Engeln jesacht wurde. 


(nach einer Textvorlage von M. Fischer)
 H. Chris Gast,  19. Dez. 2002

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Die Weihnachtsgeschichte
auf Plattdeutsch



In disse Tiet kwamm van denn Kaiser Augustus Bott, dat iederen sick inschriewen loaten muss. Dat was watt heel Nijs. Dumoals was Kyrenius Stattholler oawer Syrien. Iederen möök  sick up de Weg noa siene Heimatstadt un lööt sick inschrieven.  Soa günk ock Joseph van Galiläa ut de Stadt Nazareth noa Judäa, noa David siene Heimatstadt, de hedde Bethlehem - want he höarde to de Noakummen van David un wull sick inschriewen loaten met Maria, de em antraut was. Un de verwochte'n Kind. Du se nu doar weärn, kwamm se te liggen.  Se brachde eren iersten Sönn up de Wearlt, wickelte em ien Döke un lää em ien ne Krüppe. Se hadeen anners gin Stee in de Harbarge.


Un nu wassen in desölwe Gegend Schäpers up't Fäild; de pössen's Nachens up de Schoape up. Un wat passerde doar?

Met eenmoal stünd 'nen Engel van Gott vür ear un dee Heärlikheit van Gott löchte oawer ear up. Doar verschrickden se sick slim van.

Un de Engel sä tegen ear: Hebbt men gin Schrick; ick hebb u ne groote Bliedschup te vertellen - un elk en eene sall dat wies wodden –

want för u alle tehoope is vandage den Heiland geböaren! Dat is den Heär Christus in David siene Stadt. Un dat sall vür u das Teeken wään: Goaht men häin! Ij findt das Kind ien Döke inwickelt un et ligg in ne Krüppe. He harr noch nich ees uutproat', du was doar nen heelen Schwoarm van Engel. De preesen Gott en süngen:

"Loff en Eähre doar bowen vür onsen Gott,
un Free hier unner up de Eärde vür de Menschen,
de dat van Harten meent, un an dee Gott sien Gefallen heff."

 

Quelle

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