Beziehungskiste Ronja 007

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Männer

 


 
 
 

Der Mann ist nicht nur ein Tier mit einem Körper 
und ein Wesen mit einem Gehirn, 
sondern auch eine soziale Kreatur, 
die unwiderbringlich mit seiner sozialen Gruppe verbunden ist, 
so dass der Mann außerhalb dieser Gruppe 
kaum zu verstehen ist.

 Freda Adler


weitere Themen:
 
Frauen
Partnerschaft
Fernbeziehung
Ehe
Kommunikation
Gegen Gewalt
Streitschlichtung
Trennung

 
 
empfehlenswerte Bücher zum Thema:
Männer sind vom Mars
(So verstehen Sie den Mann in Ihrem Leben)
Frauen sind von der Venus
(So verstehen Sie die Frau in Ihrem Leben)
Wenn Männer reden könnten

 

Typologie des Mannes am Beispiel einer Cola-Dose

Eine Dose öffnen heißt nicht gleich eine Dose öffnen. Vielmehr kann man viel über den Charakter des sogenannten Dosen-Öffners erfahren, indem man ihm beim Dosen öffnen zusieht. Um Laien in der Dosen-Psychologie die elementarsten Elemente der elementaren Psychologie bei Dosen zu erklären, folgen nun einige einfach nachzuvollziehende Beispiele: 

1. Der 08-15-Typ: Dieser hält die Dose in einer Hand. Der Daumen wird vor die Dose gebracht und der Öffner wird mit dem Zeigefinger langsam, unter dem mittlerem Zischen der entweichenden Kohlensäure, nach oben gebogen. Sobald die Dose auf ist, wird der Öffner wieder zurückgebogen. 

2. Der coole Typ : Er öffnet die Dose mit einer (!) Hand. Dazu klemmt er den Finger unter den Öffner schwingt die Hand (mit der Cola-Dose) nach oben und reißt sie dann blitzschnell nach unten. Das Zischen der Kohlensäure ist übermäßig laut, um auch genügend Aufsehen zu erregen. 

3. Der Rambo-Typ: Er stellt die Dose in 50-80 cm Entfernung auf und ballert mit seiner Utzi auf die Dose. Danach nimmt er die Dose und versucht die auslaufende Cola zu trinken. Versuche mit Handgranaten schlugen übrigens fehl, da sich die Cola im Umkreis von ca. 150 m gleichmäßig verteilte. Die Kohlensäure kommt erst gar nicht zum Zischen. 

4. Der Säufer: Bohrt ein Loch in den Dosen-Boden, hält dieses an den Mund und öffnet die Dose (Fast genauso wie der 08-15-Typ, jedoch schneller !). Die rausströmende Cola ist in ca. 3-5 sek. verschwunden (In der Regel im Magen, manchmal auch (bei Leuten mit schwachen Mägen) nach weiteren 3-5 sek. wieder außerhalb im Umkreis von ca. 20 Metern). Das Zischen der Kohlensäure wird vom Rauschen der Cola überlagert ! 

5. Der Snob: Zieht sich erstmal die weißen Handschuhe an und desinfiziert die Cola-Dose mit einem Spray. Dann hält er die Dose mit einer Hand fest. Mit dem Daumen und dem Zeiger packt er den Öffner (mit ausgespreiztem kleinem Finger, Wichtig!) und zieht den Öffner so leicht nach vorn, daß kaum ein Zischen wahrzunehmen ist. Dann klappt er den Öffner zurück. Er setzt den desinfizierten, vergoldeten Schütt-Aufsatz auf die Dose und schüttet sich einen Schluck in sein Blei-Kristall-Glas. 

6. Der gewalttätige Typ: Er packt die Dose in einer Hand und quetscht sie solange bis der Verschluß durch den Druck wegspringt. Abgesehen von einem leichten Knall ist auch hier kein Zischen zu hören. 

7. Der Programmierer: Er schreibt erst ein Fluß-Diagramm und programmiert dann eine Simulation, die ihm das Öffnen einer Cola-Dose erklärt. Aus dem selbstgeschriebenem Doc-File kann er dann weitergehende Informationen entnehmen und so die Dose öffnen. Das Zischen ist normal bis etwas lauter. 

8. Der Bastler: Baut sich aus Fischer-Technik einen Coladosen-Öffnungs-Automaten. Das Öffnen erfolgt über einen Kran-ähnlichen Arm, der über der Dose angebracht wird. Bastler, die über einen Computer verfügen steuern das Öffnen natürlich über ihre Schnittstelle direkt vom Computer aus. Durch die doch etwas wackelige Konstruktion und dem ungenauem Ansteuern der Schrittmotoren zischt es beim Öffnen etwas lauter. 

9. Der Physiker: Er berechnet den optimalen Aufzieh-Winkel unter Beachtung des geringsten Energie-Aufwandes. Anschließend leistet er Verformungsarbeit beim Aufziehen des Öffners. Die Cola ist für ihn die unwichtigste Sache überhaupt. Ihn interessiert die Vektor-Addition der Kräfte, die beim Öffnen auftreten oder der Energie-Gehalt des entweichenden Gases. (Wobei er das Gas nachweist !). Das Zischen ist auch nicht lauter als normal. 

10. Der Chemiker: Sprengt den Öffner plus Deckplatte mit einem selbstgemachten Sprengstoff ab. Der Knall übertönt das Zischen. Er analysiert die Zusammensetzung, wartet auf das Ergebnis, liest es, fängt an zu schwitzen und stellt die Dose weg. 

11. Der Mantafahrer: Obwohl an Manta-Fahrer noch keine Cola verkauft werden darf (Jugend-Schutz-Gesetz - Irgendwer muß ja die Jugend vor denen schützen!) kommen einige Manta-Fahrer doch an eine Cola-Dose. Nachdem sie 3 Std. an der Dose rumgekratzt haben (mit dem Autoschlüssel) und den Öffner (ohne die Dose zuöffnen) im Eifer ihres Unwissens abgebrochen haben, legen sie die Dose auf die Straße und heitzen einmal mit ihrem Manta rüber und dann nochmal über die ausgelaufene Cola, um die Bakterien abzutöten. Anschließend schlürfen sie die Cola auf. 

12. Der Sozial-Psychologe: Versucht die Cola-Dose zu überreden, sich von selbst zu öffnen, Selbstinitative zu ergreifen. Wenn das nach 5 Std. härtester Konversation (sofern man davon sprechen kann, bis jetzt hat noch keine Cola-Dose geantwortet) nichts hilft und die Dose immer noch zu ist, bricht er heulend vor der Dose zusammen. Bis jetzt ist noch kein Sozial-Psychologe gesehen worden, der eine Cola trinkt, daher also auch kein Zischen. 

13. Der Ostfriese: Er sucht 2 Std. auf der Unterseite nach dem Öffner. Anschließend geht er ins Geschäft und reklamiert die Dose und kauft sich dafür lieber einen Küstennebel, weil man den oben aufschrauben kann ! Kein Zischen (logisch!) ! 

14. Der Indianer: Er macht einen Regentanz um die Dose. Es fängt an zu regnen. Anschließend wartet er, bis die Cola-Dose genügend oxidiert ist, bis er sie skalpieren kann. Das Zischen ist bei dieser Methode auch gleich Null.

15. Der Proll: Er setzt die Cola-Dose in einen Dosenhalter im Golf-GTI-Look und holt seinen vergoldeten Dosenöffner aus der Hose (,Ach so, der Dosenöffner war das..."), an dem Glöckchen hängen, damit auch alle gucken! Anschließend setzt er den Dosenöffner an und hebelt die Dose auf. Beim letzten Hebeln jedoch rutscht er ab und bricht sich die Hand. Beim Trinken reißt er sich die Lippen an den Schnittstellen auf und beim Abnehmen des GTI-Dosen-Halters bricht er sich die andere Hand, worauf er wutentbrannt gegen eine Mauer tritt und sich den Fuß bricht. Aber das Wichtigste: Er ist Mittelpunkt des Abends (und später im Krankenhaus!) ! 

16. Der Selfkänter: Er fährt solange mit seinem DEUTZ über die Dose in der Ackerfurche ( natürlich erst, nachdem er sich davon überzeugt hat, daß es sich nicht um eine Handgranate aus dem II. Weltkrieg handelt), bis ein lautes Plopp den Diesel übertönt. Dann hetzt er mit einem Salto rückwärts aus dem Führerhaus, um bei laufendem Trecker, ganz geschickt zwischen Vorder und Hinterrad die Büchse herauszuangeln. Genüsslich trinkt er die Cola und hetzt dann hinter dem Trecker her, der schon im Nachbardorf über einen Misthaufen schaukelt.
Quelle


Das Verhältnis von Mann und Weib ist kein anderes als das von Subjekt und Objekt.
 Der Mann ist das Etwas, das Weib ist das Nichts.
 Otto Weininger, Schueler Schopenhauers

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Der einsame Wolf
Bei Flops verkriecht ER sich in seine Höhle, Zutritt für SIE streng verboten 
 

Niederlage im Kollegen-Powerplay, wachsende Aktenberge, Ausbremsung durch Vorgesetzte bei einer erhofften Beförderung: Statt solche Troubles mit der Partnerin zu besprechen, werden Männer wortkarg, reagieren auf kleinste Nachfragen hochallergisch. 

WAS DAHINTERSTECKT: 
Männer gehen von Natur aus anders mit Streß um. Während Frauen darüber sprechen, um Spannung abzubauen, ziehen sie sich zurück, um nach Auswegen zu suchen. Sind keine in Sicht, flüchtet er sich gern in neutrale „Reviere“ wie Zeitunglesen oder Fernseh-Exzesse. Durch Nachhaken oder gar Mitleidsbekundungen fühlt er sich in seiner momentanen Hilflosigkeit ertappt und wittert die verschlüsselte Aufforderung, wieder zu „funktionieren“. 

DIE RICHTIGE REAKTION: 
Auch wenn's hart ist, tagelang den großen Schweiger zu ertragen: Lassen Sie ihm seine selbstgewählte Einsiedelei. „Je mehr Freiraum er spürt, desto früher kommt er wieder aus dem Bunker“, versichert Doris Wolf. Erwarten Sie bei Mega-Streß keine Liebesbeweise, sonst ist Frust vorprogrammiert. Lenken Sie sich mit Aktivitäten ab, die Ihnen Spaß machen – Hauptsache, er spürt, daß Sie auf seiner Seite sind. 

SOS-TIP: 
Gereizter Dauerton, Wutanfälle gegen Sie? Sagen Sie klipp und klar, daß Sie weder Opferlamm noch Hellseherin spielen wollen. Eine Kurzinfo von ihm („Es geht um den Job“) ist das Mindeste – bleiben Sie hart!
Quelle


Frauen möchten in der Liebe Romane erleben, Männer Kurzgeschichten.
Daphne du Maurier

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007 Geschüttelt, aber ungerührt:
SIE zeigt Gefühle, ER nur die klassischen Männerfassaden 
 

Traurig, enttäuscht oder superglücklich? Gerät das Gefühlsleben des Mannes so richtig in Wallung, markiert er den Ungerührten. Lieber beißt er sich auf die Zunge, als preiszugeben, wie es in ihm aussieht. 

WAS DAHINTERSTECKT:
 „Daß Männer so unbeteiligt wirken, ist oft Ergebnis der Erziehung“, weiß die Expertin. Als Jungen haben sie gelernt, ihre Gefühle im Zaum zu halten und Stärke zu zeigen. Der Papa, Helden aus Filmen oder Büchern dienten als Vorbilder. Tränenausbrüche oder überschäumende Freude? Schon riskierten die Kleinen, als Muttersöhnchen dazustehen – der blanke Horror! Viele Männer meinen, ihre Ups and Downs mit sich abmachen zu müssen. Da sie das kleine Einmaleins der Gefühlssprache nie gelernt haben, verstecken sie sich hinter  „bewährten“ Masken. 

DIE RICHTIGE REAKTION: 
Auch wenn es Sie auf die Palme bringt, daß er (scheinbar) so gefühllos agiert – übertragen Sie Ihre Maßstäbe nicht auf den Partner. Verlangen Sie keinen Seelenstriptease, sondern gönnen Sie ihm den Freiraum. Rat der Therapeutin:  „Beweisen Sie Stärke, also zeigen Sie Gefühle, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.“ So gewinnt der Mann Vertrauen und kann sich dann auch leichter fallenlassen. 

 SOS-TIP: 
Macht er in James-Bond-Manier ununterbrochen auf cool, ist er vielleicht einfach noch nicht reif für eine Beziehung. Harte, aber wirksame Konsequenz: Legen Sie eine Sendepause ein, z. B. Trennung auf Zeit. Dann kann er für sich prüfen, wie weit er sich überhaupt auf Sie einlassen möchte. 
Quelle


Der Mann jagt der Frau nach, bis sie ihn erwischt.
Redensart aus Amerika.

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Der Hobbyholic
Ob er sein Auto wienert, mit dem Schlagbohrer die Wände demoliert oder in seiner Freizeit auf dem Fußballplatz röhrt – was Frauen als nervenkettensägende Macke empfinden, ist für Männer von existenzieller Bedeutung. 

Samstagnachmittag in Deutschland. Sie kennen die Riten, die Zeremonien – egal ob in München-Harlaching oder in Hamburg-Niendorf: Da wienert der Mann, mit Polituren und einer Sammlung von rätselhaften Anwendungsregeln unterworfenen Lappen, Lumpen, Leder und, ja!, Feinstrumpfhosen sein Auto. 
Oder er ist im Fußballstadion: Dort trinkt er in farbiger Gesichtsbemalung, ridiküler Mütze und buntem Leibchen ungesunde Mengen Bier und grölt grammatikalisch unsinnige Parolen. Etwa: „Ein Rudi Völler, es gibt nur ein Rudi Völler!“ 

Vielleicht bohrt er auch Löcher in Wände oder sitzt regungslos mit seiner Angel am Weiher und hofft, dass nach einer Ewigkeit ein Fisch in der Größe eines Essiggürkchens anbeißt. 

So ist der Mann: geheimnisvoll die immer und überall gleichen Riten pflegend. Wenn Sie ihm dabei zusehen, blicken Sie direkt in sein Innerstes. Denn das Hobby ist für den Mann mehr als die zweitschönste
Nebensache der Welt. Rätselhaft, dunkel und unantastbar bewohnt es seine Seele. 
Das Hobby macht den Mann erst zum Mann

Sie sollten es ihm tunlichst gönnen. Schließlich habt ihr Frauen dazu beigetragen. 
Der eigentliche Plan war ja, dass Mann jagt und Frau sammelt. 
Also strich unsereins hordenweise durch finstere Wälder, wo Gefahren lauerten und nur mit List, Wagemut, Werkzeug und Geheimwissen ein Abendbrot zu ergattern war. Das änderte sich, als die Frauen begannen, die Beeren und Körner, für die sie einen kleinen Spaziergang unternehmen mussten, direkt vor die Höhle zu pflanzen: Das Zeug wucherte zu immer größeren Feldern, deren sie allein nicht mehr Herr wurden. Es brauchte den Mann. Es brauchte Sicheln, Mähdrescher und Flugzeuge, die großflächig Chemie zur Ungeziefer- und Unkrautvertilgung versprühten. Große Fabrikanlagen, in denen das alles geplant und konstruiert wurde. Und schon war die Welt so, wie sie jetzt ist. 

Doch während die Frau ihre Sammelgänge mühelos durch Shopping-Touren ersetzte, ist der Mann seiner ihm von Natur aus zugedachten Aufgabe nachhaltig beraubt – was er nun durch lebenslange Zuneigung zu
Autopolituren, Fußball oder Schlagbohrmaschinen kompensiert. Der einzige Sinn liegt darin, dass er wieder eine Aufgabe hat. Und dass er dabei mit sich und seinesgleichen allein ist und in Ruhe gelassen wird. 

Frauen und anderen Außenstehenden darf die Wahl des Windschutzscheibenleders also gern als das Lächerlichste der Welt erscheinen – sie sollten jedoch Nachsicht üben. Denn mit seinem Hobby wird der Mann wieder zum Urmenschen und Jäger – wer daran herumnörgelt, wird schnell selbst zur Gejagten. Tausendundeine Beziehung scheiterte daran. Versuchen Sie einfach, die Magie dieses Geheimnisses zu verstehen – auf gar keinen Fall aber das Geheimnis selbst. Schließlich geht es (meist) nur um den Samstagnachmittag. Am Sonntag hat der Mann was ganz anderes im Sinn. Und zwar ebenfalls aus alter Tradition: Es gab Zeiten, da hatte er die Woche über damit zu tun, die Welt zu erobern. Am Sonntag ruhte er sich aus. Das tut er noch heute ...
Quelle


Die Männer wollen immer die erste Liebe einer Frau sein. 
Darin liegt ihre Ungeschicklichkeit. 
Die Frauen haben in diesen Dingen einen subtileren Instinkt: 
sie wollen die letzte Leidenschaft eines Mannes sein.
Oscar Wilde

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