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auch hilfreich:


Nach einer heftigen Diskussion mit seiner Frau sagte ein Mann:
"Warum können wir nicht friedlich zusammenleben wie unsere beiden Hunde, die sich nie zanken?"
"Das stimmt", pflichtete seine Frau bei, "aber binde sie mal zusammen, dann wirst du sehen, was passiert."
aus: Zeiten des Glücks von Anthony de Mello

Fernbeziehungen sind ganz groß im Kommen, für die meisten Betroffenen wohl eher unfreiwillig, allerdings gibt es auch Paare, die ganz bewußt diese Form des Zusammenseins wählen.
Auf jeden Fall beschäftigen sich zunehmend auch Soziologen, Psychologen, Journalisten mit diesem Thema und somit gibt's auch einiges an Lektüre.

Einige Artikel habe ich hier auf dieser Seite gesammelt: 


Weitere Artikel - da es hier mittlerweile zu voll wird - auf  Seite 2

Weiter unten findest Du noch  Buchtipps .
Und hier gibt's noch Regeln, nach denen Fernbeziehung funktionieren kann.



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Artikel zum Thema Fernbeziehung

 
neu Regeln
 Interview
Liebe auf Distanz - Ideal oder Qual ?

Fernbeziehung erfordert Vertrauen
Eine Fernbeziehung erfordert viele Gespräche
Zusammenziehen oder Liebe auf Distanz?
Wochenendbeziehung - Chance oder Risiko?
Partnerschaft in vollen Zügen
Räumlich getrennt seelisch vereint
Ferne Liebe - Wochenendbeziehungen
Über Abschied




So kann es gehen

Regeln

1. Definieren Sie sich als Paar und erhalten Sie das Wir-Gefühl indem Sie sich Zuneigung zeigen.

2. Vereinbaren Sie regelmäßige Treffen und lassen Sie diese nicht ausfallen.

3. Verabschieden Sie sich möglichst nicht voneinander, ohne zu wissen, wann Sie sich wiedersehen werden.

4. Sie vermeiden Enttäuschungen, wenn Sie das gemeinsame Wochenende
nicht mit überhöhten Erwartungen überfrachten.

5. Belasten Sie die gemeinsame Zeit nicht mit zu vielen Verpflichtungen wie Einkaufen, Putzen
oder Besuchen von Verwandten, helfen Sie sich, gegenseitig Streß abzubauen.

6. Kommunizieren Sie regelmäßig miteinander und lassen Sie den Partner an Ihrem Alltag teilhaben.

7. Schaffen Sie Rituale. Diese verstärken das Wir-Gefühl.

8. Sprechen Sie Konflikte an und lösen Sie diese schnell,
auch wenn es die Harmonie der raren gemeinsamen Zeit stört.

9. Lernen Sie, Probleme auch am Telefon zu lösen,
so daß Sie das gemeinsame Wochenende ohne Ärger beginnen können.

10. Vermeiden Sie schmerzhafte Abschiedsszenen.

11. Unternehmen Sie was gegen den Soloblues.
Pflegen Sie eigene Freundschaften und Interessen und seien sie offen für Neues.
Auch das tut der Beziehung gut.

(Quelle:  Wendl, Peter: Gelingende Fern-Beziehung. Herder Verlag, 2005.)



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Interview mit Otzelberger, Co-Autor des Buches  In der Ferne so nah. Lust und Last der Wochenendbeziehungen

erschienen in der Berliner Zeitung  am 24.08.2004


Mal ein paar Tage ohne den Liebsten auskommen, das kann jeder. Doch was, wenn das Getrenntsein Alltag ist? Wir haben mit Manfred Otzelberger, der selbst eine Fernbeziehung hatte und ein Buch darüber geschrieben hat, über Fernbeziehungen gesprochen.

Herr Otzelberger, hat so eine Fernbeziehung auch Vorteile?

Auf jeden Fall. Gerade für Leute, die gerne arbeiten, ist das ganz angenehm, sie haben unter der Woche freie Zeiteinteilung und müssen sich nicht rechtfertigen, wenn sie spät von der Arbeit kommen. Fernbeziehungspaare reden auch oft viel mehr miteinander, sie haben sich mehr zu erzählen. Ich kann das jedem Paar mal empfehlen. Aus der Ferne sieht man sich schärfer und außerdem fällt der oft schrecklich banale Alltag weg. Eine Fernbeziehung ist wie Essen ohne Abwasch.

Und was ist mit der Sehnsucht?

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Es gibt Leute, die leiden darunter, andere können es genießen. So eine Fernbeziehung ist ja auch sehr romantisch. Sie ist allerdings nichts für jemanden, der sehr eifersüchtig ist, man braucht schon Vertrauen.

Was raten Sie betroffenen Paaren?

Die regelmäßige Kommunikation ist wichtig, man sollte die Verbindung nicht abreißen lassen. Durch kleine Botschaften kann man dem anderen das Gefühl geben, dass man an seinem Leben teilnimmt. Freie Zeit sollte man möglichst gut aufeinander abstimmen, das erfordert schon eine bessere Planung als bei anderen Paaren.



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Eine gemeinsame Perspektive stärkt



Liebe auf Distanz - Ideal oder Qual?


Für den Traumjob von Hamburg nach München ziehen - Das ist heute keine Seltenheit. Wer Karriere machen will, muss flexibel sein. Die Wochenendbeziehung ist für viele Paare ein notwendiges Übel - für manche aber auch die ideale Lebensform.

Zwischen 20 und 25 Prozent der Paare um die Dreißig führen in Deutschland eine Fernbeziehung - Tendenz steigend. Verantwortlich dafür ist neben der Globalisierung auch ein gewandeltes Beziehungsideal, in dem nicht mehr nur das "Wir" zählt, sondern jeder nach Selbstverwirklichung sucht.

Für manche ein Ideal
Nicht alle Paare sind mit der Fernbeziehung unzufrieden: Manche freiheitsliebende Menschen wissen das "Single-Leben" während der Woche zu schätzen. Für 30 Prozent ist die Liebe auf Distanz das Beziehungsideal, so Buchautorin Christine Koller. Sie wissen zu schätzen, dass sie sich voll auf den Job konzentrieren und ihren eigenen Rhythmus leben können.

Allein ist man zudem offener für neue Hobbys wie Sportarten oder Fremdsprachen. Teilzeitpaare erleben die gemeinsame Zeit intensiver und müssen sich nicht mit lästigem Alltags-Organisationsstress auseinandersetzen. Die Distanz ist von außen vorgegeben und muss nicht, wie in vielen Beziehungen, eingefordert werden.

Niemand zum Kuscheln
Dennoch: Knapp 60 Prozent der Pendler würden lieber zusammenleben. Schließlich wäre es doch ganz schön, nach einem harten Tag im Arm des Partners Halt zu finden - und sich nicht mit Telefongesprächen begnügen zu müssen. Häufig leidet einer der Partner stärker unter der Trennung und plagt sich mit Eifersucht und Herzschmerz. Zudem legen sich viele Paare mit überhöhten Erwartungen ans Wochenende selbst Steine in den Weg. Und ganz nebenbei verschlingt das Wohnen in zwei Haushalten nebst Reisekosten ein stolzes Budget.

Stabilität als Problem
"Geht das auf Dauer gut?" Mit dieser Frage sehen sich Fernliebende - angestoßen durch ihr Umfeld oder die eigene Unsicherheit - immer wieder konfrontiert. Sicherlich gibt es durch die Hürde des Pendelns eine etwas höhere Trennungsquote. Die Unterschiede sind jedoch nicht dramatisch: Denn in den seltensten Fällen trennen sich die Partner wegen der Entfernung, sondern weil sie nicht miteinander klar kommen.
 
 
Diese Tipps können helfen, dass die Fernbeziehung stabil bleibt:

Sich so oft wie möglich sehen (mindestens jede dritte Woche), ansonsten wird die Beziehung auf Dauer höchst instabil.
 
Kommunikation unter der Woche aufrecht erhalten: Ein intensiver und offener Austausch lassen den Partner am "Singleleben" teilhaben.
 
Kein perfektes Wochenende erwarten und keine heile Welt spielen, obwohl man sich ärgert. Wenn ein Treffen mal nicht so gut läuft, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern nach einer Lösung suchen, bei der jeder seine Wünsche gewürdigt sieht.
 
Eine gemeinsame Perspektive stärkt, zum Beispiel wenn sich das Paar darauf verständigt in zwei Jahren zusammen zu ziehen oder künftig nur noch eine Vier-Tage-Woche zu arbeiten. 


Mit Kindern schwierig
Viele Wochenendpendler sind verheiratet - nicht zuletzt, um sich und anderen zu beweisen, dass man zueinander steht. Mit Kindern ist das zwar auch möglich, allerdings pendelt dann normalerweise nur ein Partner.


Genau wie in jeder anderen Familie sollte man sich auf gemeinsame Erziehungsideale und -regeln verständigen, auch wenn einer der Partner die Erzieherrolle während der Woche allein übernimmt. Bei den Kindern sollte nicht der Eindruck entstehen, dass zum Beispiel Mama die "Böse" ist, die im Alltag streng sein muss, während der Wochenendpapa alles durchgehen lässt.


Buchtipp  
Koller, Christine: Liebe auf Distanz. Fernbeziehungen und wie man sie meistert.
 
Quelle


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Meine Heimat bin ich



Fernbeziehungen erfordern Vertrauen


Bönningstedt/Mainz (dpa/gms) - Hohe Flexibilität im Beruf stellt die Partnerschaft auf die Probe. Da ist es für Betroffene tröstlich zu wissen, dass sie nach einer Untersuchung des Deutschen Jugend Instituts (DJI) mit ihren Problemen keineswegs allein stehen.

Sechs Prozent der 18- bis 55-Jährigen leben in einer Fernbeziehung, so die repräsentativen DJI-Daten aus dem Jahr 2000. Liebe auf Distanz muss nicht scheitern, sagen Experten - solange sie bestimmten Regeln folgt.

Früher folgte die Frau ihrem Mann, heute geht sie nicht selten unabhängig vom Lebenspartner ihren eigenen Karriereweg. «Die heimische Stadt wird da schnell zu eng», sagt Friedhelm Schwiderski, Paartherapeut und Vorsitzender des Arbeitskreises Paar- und Psychotherapie in Bönningstedt bei Hamburg. Auch Dörte Dahm (35) aus Hamburg entschied sich für den Job in Berlin und ließ ihren Freund Achim Jess (42) in der gemeinsamen Wohnung in Hamburg zurück. «Eigentlich wollte ich in Hamburg bleiben, aber als das gute Jobangebot aus Berlin kam, habe ich nicht lange gezögert», sagt die 35-Jährige.

In seiner Studie «Mobilität und Lebensform» hat Professor Norbert Schneider vom Soziologischen Institut der Universität Mainz beruflich bedingte Fernbeziehungen als «Long Distance Relationships» definiert. «58 Prozent aller Fernbeziehungen entstehen so, meist gegen die Präferenzen der Beteiligten», sagt Schneider. Die Paare würden diese Lebensform als ungewollt empfinden. «Oft ist es so, dass zumindest einer von beiden ein größeres Bedürfnis nach Nähe hat als der Andere und einen solchen Abstand als einen Verlust erlebt», sagt Paartherapeut Schwiderski.

Regelmäßiger Kontakt sei dann besonders wichtig. Die Partner sollten täglich telefonieren und sich schreiben. Dörte Dahm und Achim Jess besuchen sich jedes Wochenende und kommunizieren täglich. «Ich mag SMS sehr gern, weil ich sie den ganzen Tag bei mir tragen und immer wieder lesen kann», sagt Jess. Das Paar kennt sich seit 17 Jahren und vertraut sich. Aber bei vielen Paaren löst laut Schwiderski eine solche Trennung starke Eifersucht aus. Dahinter steckt die Angst davor, der andere könne sich entfernen, womöglich fremdgehen und die Beziehung ganz aufgeben.

«Deshalb ist es ganz entscheidend, sehr offen miteinander umzugehen», rät Therapeut Schwiderski. Die Partner sollten sich deutlich zeigen: «So lebe ich, ich habe nichts zu verstecken». Ergeben sich Spannungen, müssen sie angesprochen werden. «Wenn nach dem Wochenende unaufgelöste Konflikte mitgenommen werden, hält die Belastung entsprechend lange an», warnt Soziologe Schneider. Die zeitliche Begrenzung für Auseinandersetzungen könne für Paare aber auch eine gute Übung sein.

Für Dörte Dahm ist die Trennung weitgehend unproblematisch, obwohl sie ihren Freund abends oft vermisst. «Manchmal fehlt mir schon die Nähe», sagt sie. Für viele Frauen aber wird aus der Fernbeziehung ein Problem, wenn berufliche Belastungen auftreten. «Die Unterstützung durch den Partner fällt aus, das kann zur psychischen Belastung werden und natürlich auch die Arbeitskraft beeinträchtigen», sagt der Mediziner Ralf Wegner, Leiter der Arbeitsgruppe Psychomentale Belastung am Zentralinstitut für Arbeitsmedizin an der Universitätsklinik Hamburg.

«Das hohe Tempo, in dem wir uns heute durch die Arbeitswelt bewegen, fordert einen Ausgleich, einen Zufluchtsort, an dem wir zu Ruhe kommen», sagt auch Therapeut Schwiderski. Langfristig habe ein Zuhause einen hohen Wert für die Orientierung. Und es sei wichtig, als getrennt lebendes Paar auf eine gemeinsame Langfrist-Perspektive zu achten - besonders, wenn es um den Wunsch nach Familiengründung gehe.

«Frauen sollten mit der Familienplanung nicht bis zum 35. Lebensjahr warten, denn dann ist es häufig zu spät», sagt Wegner. Familie sei ein wichtiger Aspekt des Lebens und erfordere ein gemeinsames Leben vor Ort. «Viele Frauen ab 40 erkennen, dass sie nicht früh genug an eine Familie gedacht haben und bekommen dann psychische Probleme damit», so Wegner. Insofern verschärfe sich das Problem einer Fernbeziehung für Frauen früher als für Männer.

«Long Distance Relationships» werden laut Soziologe Schneider in aller Regel nur mit einer zeitlich befristeten Perspektive akzeptiert: Irgendwann wollen die Paare meist doch zusammenziehen. Im Durchschnitt dauere diese Lebensform ein bis drei Jahre. Eine Zeit lang könne der Gedanke «Meine Heimat bin ich und wo ich bin, bin ich zu Hause» seinen Reiz besitzen, aber langfristig habe das eigene Zuhause einen hohen Wert, bestätigt Schwiderski. Auch Dörte Dahm ist sich sicher: Irgendwann möchte sie zurück nach Hamburg.

Quelle


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Man muss dem Partner zugestehen, auch mal schlecht gelaunt zu sein


 

Eine Fernbeziehung erfordert viele Gespräche
Liebe auf Distanz: Rituale erhalten die Vertrautheit

Der Job in Berlin und die Liebe in München. Die Partnerschaft auf Distanz gehört bei vielen Paaren in Deutschland zum Alltag. «Wenn sich ein Paar schon lange kennt, kann eine vorübergehende Fernbeziehung aber auch positiv sein», sagt die Kommunikationswissenschaftlerin und Buchautorin Alexandra Berger (Liebe aus dem Koffer). Die Partner können ihre freien Abende nutzen, um alte Freundschaften aufzufrischen, um Hobbys nachzugehen, um sich im Job zu verwirklichen und um Ziele für die Zukunft zu bestimmen.

«Wenn Paare grundsätzlich mit einer Fernbeziehung einverstanden sind, bietet diese auch eine enorme Chance, sich immer wieder neu kennen zu lernen», sagt der Hamburger Psychotherapeut Guido Wolf. Allerdings müssten die Partner akzeptieren, dass die Vertrautheit unter der räumlichen Trennung leidet. «Beim Wiedersehen wirkt der Freund oder die Freundin zunächst fremd.»

Viele Paare hätten Probleme, die Aufregung, die aus diesem Kontakt entstehe, zu verarbeiten. Diejenigen, die mit der Situation gut umgehen könnten, erlebten hingegen eine sehr anspruchsvolle Partnerschaft mit einer immer neuen Faszination füreinander.

«Die meisten Paare brauchen bei der Fernbeziehung allerdings eine klare Zeitgrenze», sagt Berger. Und die liege häufig bei zwei Jahren. «Zwar gibt es auch Partnerschaften - zum Beispiel wenn der Mann Schiffskapitän ist -, die eine Fernbeziehung über Jahrzehnte überstehen», räumt die Ratgeber-Autorin ein. Aber die meisten Liebenden hätten schon wesentlich früher genug von der ständigen Trennung.

Bei einer Liebe auf Distanz, besteht laut Berger vor allem die Gefahr, dass sich die Partner auseinander leben. «Daher ist es besonders wichtig sich regelmäßig auszutauschen», betont sie. Auch Eifersucht könne einer Fernbeziehung auf Dauer sehr schaden: «Sie wird vor allem dann furchtbar, wenn ein Partner viel Zeit hat, sich alles Mögliche auszumalen.» Die Kommunikationswissenschaftlerin rät Paaren, schon im Vorfeld über Treue zu reden und ihre entsprechenden Ansprüche an den Partner zu klären.

Gegen die Einsamkeit in der Zeit zwischen den gemeinsamen Wochenenden helfen nach Angaben der Autorin auswärtige Aktivitäten. Berger empfiehlt, regelmäßig Bekannte und Kollegen zu treffen oder sich Freizeitbeschäftigungen, wie zum Beispiel Tanz- oder Sprachkurse, zu suchen.

Ein häufiges Problem für Fernliebende sind derweil zu hohe Erwartungen: «Bei den Treffen muss man dem Partner zugestehen, auch mal schlecht gelaunt zu sein», rät die Autorin. Auch die Lust könne man nicht auf Knopfdruck steuern. Allerdings sollten auch die Bedürfnisse der einzelnen Partner nicht verschwiegen werden. «Kleine Liebesbeweise, etwa Briefchen, Geschenke oder schöne Pläne am Wochenende halten indes die Beziehung in Schwung», empfiehlt Berger.

Einem Streit dürften Paare - selbst wenn sie sich selten sehen - nicht aus dem Weg gehen. «Der Unmut wird durch Verdrängung nur gesteigert», warnt Berger. Das führe womöglich dazu, dass die ganze Partnerschaft infrage gestellt wird.

Schwierig wird es für ein Paar dann, wenn ein Partner fremdgeht. «Vor allem wenn die Beziehung kriselt, ist es wichtig, mit dem Freund oder der Freundin über den Seitensprung zu reden», sagt die Kommunikationswissenschaftlerin. Bei einem einmaligen kleinen Abenteuer ohne Bedeutung, rieten Experten hingegen oftmals, den Fehltritt für sich zu behalten. «Hier muss jedoch jeder selbst entscheiden, wie er am besten damit umgeht», betont Berger.

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"Jeder sollte sein eigenes Leben schon gelebt haben."

 

Zusammenziehen oder Liebe auf Distanz?

 Wie oft man seinen Partner sehen möchte, hängt ganz vom persönlichen Typ ab. Manche können keinen Tag ohne. Andere fühlen sich schon nach kurzer Zeit vom Partner genervt und eingeengt. Eine dauerhafte Beziehung wünscht sich aber fast jeder. Statistisch gesehen hält die Liebe auf Distanz zwar nicht so lange wie eine enge Beziehung, aber Tücken haben sie beide. 

Die Lust zusammenzurücken sei ein Urbedürfnis, meinen Psychologen. Vor allem frisch Verliebte möchten den Partner so oft wie möglich um sich haben. Doch sollte man spätestens beim Zusammenziehen darauf achten, seine eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. "Viele reagieren sauer, wenn der Partner mal einen Abend alleine oder mit Freunden verbringen möchte", meint ein Psychologe. Dabei tut gerade Abwechslung dem Beziehungsalltag gut. Denn jeden Abend zusammen auf dem Sofa zu hocken, birgt die Gefahr der Langeweile und Abhängigkeit. Auch lässt die Routine des Alltags oft keine Zeit, über Probleme, Sorgen und Sehnsüchte zu sprechen. Wer alles nur runterschluckt, schreit wegen "des nicht heruntergeklapptemnKlodeckels" rum, statt über seine Wünsche und seinen Frust zu reden. Hier gilt: Einfach mal den Fernseher ausschalten und sich Zeit für einander nehmen. 

Über Klodeckel und die Frage, wer den Müll rausbringt, müssen sich Paare, die getrennt voneinander wohnen, nicht ärgern. Viel mehr müssen beide Partner in der Lage sein, ihr Leben auch selbstständig zu führen. Diese Unabhängigkeit kann eine ungeahnte Qualität bedeuten: Man geht nicht so besitzergreifend miteinander um. Dafür leidet die Liebe auf Distanz daran, sich für jedes Treffen mit dem Partner neu verabreden zu müssen. Gerade bei Wochenendbeziehungen macht da der volle Terminkalender Probleme. Wer sich aber ganz bewusst dafür entschieden hat, getrennt voneinander zu wohnen, der hat die Chance, sich die Beziehung nicht durch Alltagsprobleme zerstören zu lassen. 

Experten raten Paaren, erst zu prüfen, dann zusammen zu ziehen. "Jeder sollte sein eigenes Leben schon gelebt haben." Gemeint ist damit, seine eigene Unabhängigkeit schon erfahren zu haben und in seinem sozialen Umfeld fest verankert zu sein. 

Autorin: Kirsten Frielinghau Quelle

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Respekt und Toleranz und  Vorsicht 

 

Wochenendbeziehung - Chance oder Risiko?

Der typische Wochenendrhythmus: Freitag nach der Arbeit schnell in den  Zug oder in das Auto, Ankunft zu Hause, und die kurze Ehe kann  beginnen. Am Sonntagabend die noch nicht ganz ausgepackte Reisetasche wieder einräumen, ein kurzes oder längeres Verabschieden, und wieder geht es in den Zug oder das Auto. Wieder für 5 Tage. Für einige Paare ist dies zu einer vorübergehenden, für andere zu einer langfristigen bis dauerhaften Lebensform geworden.

Unsere Gesellschaft ist moderner geworden, viele Lebensumstände haben sich gravierend verändert, und dennoch wird gesellschaftlich ein besonderes Augenmerk auf die klassische Form des Beziehungs- und Familienlebens gelegt. Wochenendbeziehung, gerade ein Ausdruck der Anforderungen an die berufliche Mobilität, wird von der Gesellschaft als notwendiger Bestandteil auch neuer Lebensumstände nur wenig  berücksichtigt. Die Arbeitgeber, die Finanzämter und auch andere Behörden, die Bundesbahn, Fluglinien, Kindergärten und Schulen haben keine Antworten auf die speziellen Fragen, für die besonderen Sorgen und Bedürfnisse von Menschen, die in Wochenendbeziehungen leben.

Eine groß angelegte Studie an der Universität Mainz hat sich nun daran gemacht, zu untersuchen, wie kinderlose Paare oder Elternpaare mit den Anfordernissen der Mobilität umgehen, und welche konkreten Lösungen sie im Hinblick auf die Wahl und Ausgestaltung ihrer Lebensform entwickeln. Fest steht, daß Partner, die heute aus großer Entfernung heraus ihr Liebes- und Beziehungsleben führen, über viel Geduld, Geld und ein großes Organisationstalent verfügen müssen. Sie müssen darüber hinaus Kompetenzen haben, partnerschaftliche Herausforderungen und Probleme in einer Weise zu lösen, die die Wochenendbeziehung nicht gefährdet.

Meist ist es eben gerade die berufliche Mobilität, die eine immer größer werdende Zahl von Paaren bzw. Familien auf die Lebensform der Wochenendbeziehung abstellt. Die Umstrukturierung des Arbeitsmarktes und die gestiegene Berufsqualifizierung erhöhen, ebenso wie die hohe Arbeitslosigkeit, den Mobilitätsdruck. Die berufliche Mobilität ist längst nicht mehr auf bestimmte Berufsgruppen oder die Chefetage beschränkt. Es ist vielmehr davon auszugehen, daß weitgehend unabhängig vom erlernten Beruf die Zahl derer weiter wachsen wird, die sich aufgrund - der eigenen Berufstätigkeit oder der des Partners mit den Erfordernissen - der Mobilität und damit auch dem Beziehungsleben am Wochenende konfrontiert sieht. Selbstverständlich haben diese oft extern bestimmten Erfordernisse Auswirkungen auf die Ausgestaltung der Partnerschaft und des Familienlebens. Werden kinderlose oder Paare mit Kindern mit der Auswärtsbeschäftigung eines Partners konfrontiert, gibt es zwei Möglichkeiten zu reagieren:
- Das Paar stellt sich auf diese Anforderungen ein und zeigt sich "mobil".
 - Oder die Mobilität wird verweigert, was gegebenenfalls Arbeitslosigkeit  oder gegebenenfalls den Verzicht auf den beruflichen Aufstieg nach sich zieht.

Stellen sich Paare und Familien auf die Herausforderungen der beruflichen Mobilität ein, kann dies auf unterschiedliche Art und Weise geschehen:
  - Junge Paare und Paare, die umzugserfahren sind, verlagern ihren Haushalt.
 - Lange Anfahrtswege zur Arbeit werden in Kauf genommen, um einen gemeinsamen Wohnort des Paares und der Familie zu erhalten. In der Regel erfolgt das Pendeln täglich oder alle zwei Tage.
 - Es wird ein Zweithaushalt am Arbeitsort gegründet, der vor allem während der Arbeitstage genutzt wird. An den Wochenenden oder in anderen freien Zeiten teilen die Paare den gemeinsamen Haupthaushalt.
 Dies wird Shuttle-Partnerschaft genannt und häufig gemacht, wenn am gemeinsamen Wohnort ein Wohneigentum besteht oder wichtige soziale Beziehungen existieren.
- Wird kein Zweithaushalt gegründet, ist einer der beiden Paare in der Regel "auf Achse". Dies ist vor allem dann notwendig, wenn die berufliche Tätigkeit an wechselnden Orten durchgeführt wird. In dieser Zeit lebt der mobile Partner in Hotels oder anderen Unterkünften. Ein gemeinsamer Umzug scheidet oft auch aufgrund der wechselnden Arbeitsstätten aus.Diese Erfordernisse sind häufig ein charakteristisches Merkmal bestimmter Berufsgruppen, z. B. Vertreter, Pilot, Manager. Meist ist hier bei der Wahl des Berufs schon die Konsequnez für die Lebensführung vorhanden.
  - Haben Paare keine Kinder, kommt auch der Doppel-Haushalt in Frage.
Es gibt keinen gemeinsamen "Haupthaushalt". Um so zu leben, ist häufig nicht allein die berufliche Situation ausschlaggebend. Es kann auch eine Form des Beziehungslebens sein, getrennte Haushalte zu führen und immer wieder Nähe durch Distanz zu schaffen.

Viele Paare können eine allzu enge Bindung nicht ertragen, und für sie ist die Fernbeziehung eine Lösung für Partnerschaftsprobleme.Dennoch ist die Wochenendehe und Wochenendpartnerschaft mit vielen Problemen belastet:

- Das Zusammensein ist die Ausnahme,
- nie kehrt Alltag ein, 
- Begegnungen müssen geplant werden, 
- der Partner wird in den Phasen der Abwesenheit sehr vermisst.
- Die Erwartungen für die Begegnungen sind in der Regel sehr hoch, sie müssen gelingen,
- ständig wird der Koffer gepackt,
- das ständige Hin und Her erzeugt ein Gefühl von Zerrissenheit
- es mangelt an Zeit für die sozialen Beziehungen zu Hause, 
 - für den reisenden Partner wächst das Gefühl, nirgendwo und selten richtig zu Hause zu sein. 
- Zwei Haushalte kosten mehr Geld als ein Haushalt
- das häufige Telefonieren und die vielen Fahrten verschlingen darüber hinaus viel Geld.
- Und: es heißt immer wieder: guten Tag, hier bin ich; und immer wieder heißt es, Abschied zu nehmen.
- Eifersucht und tägliche Einsamkeit stellen zwei Herausforderungen in der Zeit der Trennung für die Partner dar.
- Die Partnerschaft kann auseinanderdriften, die Partner brauchen sich nicht mehr, ein zunehmendes Fremdwerden kann in Gang gesetzt werden.

Eine große Bedeutung dafür, ob das Wochenende gelingt hat der Moment des Wiedersehens. Manche Partner versuchen, möglichst viele Dinge bereits vorher zu erledigen, um die gemeinsame Zeit nicht unnötig zu verkürzen. Hochstimmungen treten vor dem Treffen auf, die auf Grund momentan unterschiedlicher Stimmungen beider Partner plötzlich auch urch das Gefühl und das Bewußtsein der Distanz verschreckt werden kann. Ob das Treffen gelingt und wie es gestaltet wird, ist sehr unterschiedlich und hängt vom Temperament, von Stimmungslagen, von vorherigen Erlebnissen ab und auch davon, ob ebenfalls Kinder warten.

Manche Paare verschwinden sofort im Bett, andere tasten sich erst einmal vorsichtig heran, erzählen, essen zu Abend, trinken ein Glas Wein, sehen fern o.ä. Bei Paaren mit Kindern stehen diese erst einmal im Vordergrund.

Sollte Streit auftreten, sehen viele Partner die Notwendigkeit, diesen auch  noch am Wochenende beizulegen. Sie gehen nicht gerne mit einem schlechten Gefühl auseinander, wenn die Angelegenheit unerledigt ist.
Für manche Paare gehört der Streit auch fast routinemäßig zum Wochenende, weil er die räumliche Distanz überwinden hilft und nach der Distanz wieder Nähe schafft.

Eine Liebe auf Distanz muß gehegt und gepflegt werden. Im Vorbeigehen können keine Probleme gelöst werden, die sich in Partnerschaften und Familien unweigerlich und auch normalerweise einstellen. 

Das Einstellen-Können aufeinander ist also ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Zeit ist zu kurz, um viel Zeit an das Aneinandergewöhnen verschwenden  zu können. Leidenschaft und die Lust aufeinander bedürfen einer schnellen Entwicklung, Probleme müssen kompakt erörtert und konzentriert gelöst werden. Viele Probleme werden außen vorgehalten und eben nicht gelöst, weil die kostbare Wochenendzeit den Partnern zu schade dafür ist. Dies kann durchaus Sinn machen, wenn die Klärung wichtiger Fragen nicht außen vor bleibt.

Eine besondere Belastung stellen Wochenendbeziehungen für die Paare mit Kindern dar, die also ein Familienleben führen. In der Regel liegt dann die gesamte Belastung der Haushaltsführung und Kindererziehung bei einem Partner, in der Regel bei der Mutter. Ist sie berufstätig, erfährt sie eine ungemeine Mehrfach-Belastung und erwartet häufig vom am Wochenende heimkehrenden Partner die Übernahme von  Haushaltsaufgaben und von der Betreuung der Kinder. Dieser jedoch freut sich eher auf ein entspanntes und lustvolles Wochenende, selbst geschafft von den Anstrengungen der auswärtigen Arbeitstage. Sie hat gute Gründe für ihre Forderung nach Entlastung, er hat gute Gründe für sein Bedürfnis nach Entspannung, bei dem ihm keinesfalls der Sinn nach Haushaltsarbeit steht. Diese unterschiedlichen Erwartungen können zu massiven Beziehungsspannungen und –konflikten führen. 

Natürlich erleben dieses Konfliktpotential auch Paare, die die ganze Woche über zusammenleben, die aufgrund von der Doppelbelastung der Ehefrau und des beruflich stark eingespannten Ehemannes mit sehr unterschiedlichen aufeinander bezogenen Erwartungen kaum mehr zusammenfinden.

Aber nicht selten steckt für Paare in der Aufgabe der traditionellen Lebensform und dem Leben von Wochenendbeziehungen auch eine Chance. 
- Die Liebe findet durch die Distanz immer wieder eine große Nähe
- die Gefühle sind selten gleichförmig, sondern eher durch die Sehnsucht und die Vorfreude auf das Wiedersehen geprägt. 
- Es gibt wenig Gewohnheiten, die zu Ermüdungserscheinungen im Beziehungsalltag führen, 
- und innerhalb der Woche können beide ihr eigenes Leben so gestalten, wie sie es sich wünschen. 
- Viele Zwänge sind verschwunden, die ein ständiges Zusammenleben fast zwangsläufig mit sich bringen. 
- Nicht alle Beziehungsprobleme müssen gelöst werden, die Zeit ist kostbar, manches erledigt sich von selbst, auch ist die eigene Rücksichtnahme der Partner größer, wodurch dem Entstehen mancher Probleme auch vorgebeugt werden kann.

Nur: diese Form des Liebeslebens ist unfreiwillig, wenn sie durch berufliche Mobilität hervorgerufen worden ist. Es ist dann eben kein Leben ohne Alltagsstreß, und die Theorien, die viele Außenstehende über das Erstrebenswerte dieser Beziehung im Kopf haben, hat wenig mit der Realität der betroffenen Paare zu tun.

In der Regel stellt die Wochenendbeziehung einen Kompromiß zwischen den Wünschen und der Realität dar und erfordert eine stabile Beziehung. Viele Wochenendpaare haben sich mit ihrer Situation arrangiert, andere sind immer noch auf der Suche nach einem funktionierenden Arrangement für ihre Fernliebe. Sollen die eigenen Wünsche nicht zu kurz kommen, ist weniger Zeit für die Zweisamkeit vorhanden und umgekehrt.

Es ist ein häufiges Pendeln zwischen dem Wunsch nach ständigem Zusammenleben und der Weiterführung der Liebe auf Distanz.

Und so ist für viele Paare die Wochenendehe nur eine Frage der Zeit und keine Dauerlösung. 
Gerade Paare mit Familie wünschen sich ein rasches Ende der Wochenendfamilie, und bei jungen Paaren, die in eine solche Beziehung hinein ein Kind bekommen, endet die Distanzbeziehung doch schneller als geplant. Bleibt es bei der Wochenendbeziehung, kehrt die Mutter nur selten aus ihrem Mutterschutz an ihren Arbeitsplatz zurück. Und auch das führt aufgrund ihrer dadurch bedingten zunehmenden Unzufriedenheit zu starken Partnerkonflikten.

+Natürlich ist auch Familienleben mit Wochenendbeziehungen möglich. 
In der Woche lebt ein Partner, in der Regel die Mutter, mit den Kindern getrennt, fast im Sinne einer Alleinerziehenden, obwohl sie nicht vom Partner getrennt ist.

Viele Partner in den Wochenendbeziehungen verabreden die Zusammenkünfte vorher fest und genau. Es ist nicht nur die Arbeit und das Wiedersehen, was bei Terminabsprachen berücksichtigt werden muß. Auch Hobbys, Aktivitäten, individuelle Vorlieben und Abneigungen des Einzelnen werden in die Planung einbezogen. 

Viele Paare berichten auch, daß sie genauer begonnen haben, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu blicken und nicht nur gewohnheitsmäßig handeln. Zufrieden ist die Partnerschaft insbesondere dann, wenn jeder dem anderen in gleicher Weise zugesteht, was er für sich beansprucht. 
Partner in funktionierenden Wochenendbeziehungen bringen viel Respekt und Toleranz sowie Vorsicht dem anderen entgegen. Selten gibt es Versuche, den anderen zu verändern, oder umzumodeln. Es gibt wenig Selbstverständlichkeiten. Vieles wird bewußt gemacht, ausgesprochen und offen auf den Tisch gelegt. Aushandeln ist häufig auf der Tagesordnung.
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Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein. J.W. von Goethe

 

Partnerschaft in vollen Zügen

Die Fernbeziehung gilt als Lebensform der Zukunft. Immer mehr Leute wechseln aus beruflichen Gründen den Ort und  lassen ihre Partner zu Hause. Pendler klagen über hohe Kosten und Fremdheitsgefühle, Psychologen sehen gerade in der Distanz Chancen für die Partnerschaft.

Es war der Mond, den Goethe ansprach, wann immer ihn die Sehnsucht packte: "Doch du fühlst, wie ich betrübt bin, blickt dein Rand herauf als Stern! Zeugest mir, dass ich geliebt bin, sei das Liebchen noch so fern." 

Dem unsicheren Liebesboten am Himmel braucht niemand mehr zu vertrauen - der Telekom sei Dank. Nacht für Nacht klingelt und säuselt es, von Stadt zu Stadt, von Land zu Land. Dass das Liebchen in der Ferne weilt - zu Zeiten des alten Dichterfürsten eher die Ausnahme -, ist heute eine Erfahrung, die immer mehr Leute kennen. Schon 13 Prozent aller Paare in Deutschland leben eine sogenannte Fernbeziehung, und das Heer der unfreiwillig von Tisch und Bett Getrennten wächst und wächst, seit Deutschland von Berlin aus regiert wird. Wie einst die Nomaden ziehen Männer und Frauen zwischen Spree und Rhein hin und her. 

Für rund die Hälfte der Bonner Beamten, die mit der Regierung nach Berlin gekommen sind, ist die Hauptstadt nur Zweitwohnsitz, der Partner blieb zurück. So stehen jedes Wochenende für 2500 Heimwehkranke Sonderzüge und Flugzeuge bereit, die zusammenführen, was sich zusammenwünscht. 

Silke Neuhaus, 30, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundestagsabgeordneten Friedrich Merz, ist regelmäßig dabei. Sie wurde vor anderthalb Jahren in Bonn nur unter der Bedingung eingestellt, dass sie später mit nach Berlin gehe: "Natürlich habe ich da zugestimmt, heute muss man Bereitschaft zur Flexibilität zeigen, sonst bekommt man keine Jobs." 

Der Preis war klar: Ihren Freund Thomas Regh, der als Anwalt beruflich an Bonn gebunden ist, wird sie nun nur am Wochenende sehen - noch geben sich beide tapfer: "Wir schaffen das schon, in unserem Bekanntenkreis pendeln ohnehin die meisten, wir haben genug Vorbilder." 

Eine ganze Generation scheint die Liebe zur Arbeit der Nähe zum Partner vorzuziehen, und viele Zeitgeist-Skeptiker wittern wieder einmal ein Indiz für Karrierismus, Egozentrik und Bindungsunlust postmodern verwirrter junger Leute. 

Doch denen geht es meist gar nicht um die Verwirklichung hochtrabender Wünsche, sondern schlicht um einen Job, der annähernd der Ausbildung entspricht. Ein Blick in die Stellenanzeigen verrät es: Ob Volkswirt oder Ingenieur - Mobilität ist fast schon eine obligatorische Anforderung. 

Birgit Hasler, Personalbeauftragte bei IBM Deutschland in Stuttgart: "Weltweite Einsetzbarkeit ist bei Einstellungen immer ein Thema." Und: "Wer sich in neuer Umgebung beweist, hat gute Aufstiegschancen." 

Doch: Anders als einige amerikanische Unternehmer fühlen sich deutsche Arbeitgeber nicht veranlasst, auch dem Partner eines neuen Mitarbeiters einen Job zu vermitteln. Und da die Töchter der Frauenbewegung nicht mehr so selbstverständlich ihrem Partner von Ort zu Ort folgen, wie es einstmals die Oma tat, sondern selbst die Koffer packen, wenn ein guter Job lockt, wird die Zahl der halb freiwillig Getrennten immer größer. 

Der Münchner Kunsthistoriker Jan Wittmann, 30, ist zwar oftmals betrübt, dass seine Freundin Henrike Hahn, 29, sich jedes Jahr viele Monate im Ausland aufhält; aber, so sagt er, daran lasse sich nun mal nichts ändern: Sie forscht als Politologin über transatlantische Beziehungen - also ist sie gezwungen, zuweilen selbst eine zu führen.

"Meine Freundin hat so viel Lust an der Arbeit, ich will ihr da nicht im Weg stehen. Die Zeiten des Heimchens am Herd sind endgültig vorbei", formuliert Wittmann so selbstlos wie möglich. 

Für die beiden Jungwissenschaftler läuft es wohl auf eine Lebensform hinaus, die Soziologen und Psychologen Dual Career Couple (DCC) nennen - eine Beziehung, zwei Karrieren. Und die finden immer häufiger an verschiedenen Orten, nicht selten sogar in verschiedenen Ländern statt. 

Prominente Beispiele: ZDF-Klatschmoderatorin Nina Ruge (München) und Ford-Manager Wolfgang Reitzle (London). Auch Lothar Matthäus, Fußballstar unter weißblauer Flagge, hat eine Bayern-Britannien-Connection aufgebaut. Seine neue Freundin Maren Müller-Wohlfahrt studiert in London. Eine privilegierte Fernliebe allerdings: Zittert sie vor Prüfungen, kann er es sich leisten, sich zum Händchenhalten einfliegen zu lassen. 

Doch die meisten Paare auf Distanz sind alles andere als die Helden der Globalisierung. Sie erweisen sich, folgt man den Experten, als bedauernswerte Kreaturen, die ihren Arbeitgebern Nerven und auch Geld rauben können. 

So beschreibt die Sozialwissenschaftlerin Ariane Ladwig in ihrer  Dissertation zum Beispiel den unwillkürlichen Motivationsabfall vieler DCCs. Peter Rogahn, 35, aus Hamburg, der wie alle Unternehmensberater unterschiedliche Firmen betreut und daher  regelmäßig seine Einsatzorte wechselt, sagt: "Ganz klar: Der Hauptgrund, warum Kollegen irgendwann ihre meist glänzend bezahlten Jobs bei Unternehmensberatungen kündigen, ist die Dauerbelastung der Beziehungen durch die Distanz." 

Die Liste der Peinigungen ist lang. 
Da sind die enormen Zusatzkosten:
"Würden wir an einem Ort wohnen", ärgert sich ein Paar, das zwischen Hamburg und Frankfurt pendelt, "könnten wir ein ganzes Haus mieten." Nun aber lebt jeder in einer Zweizimmerwohnung, jeder bezahlt rund 1000 Mark Miete und monatlich 200 Mark fürs Liebesgeflüster am Telefon. Knapp 600 Mark geben sie insgesamt fürs Hin- und Herreisen aus. 

Zu den Un-Kosten kommen psychologische Abgründe. Viele Paare berichten von totaler Erschöpfung durch die Reise und von der Neigung, sich der Müdigkeit nicht hinzugeben, um keine wertvolle gemeinsame Zeit zu vergeuden. 
Mögliche Folge: Die Partner verausgaben sich und trauen sich die Reiserei irgendwann gar nicht mehr zu. 

Etliche stöhnen, dass sie an zwei Orten wohnen, sich aber an keinem wirklich zu Hause fühlen: Am Heimatort vernachlässigen sie alte Freundschaften, um Zeit für den Partner zu haben, am Arbeitsort knüpfen sie keine neuen Kontakte, weil sie diese am Wochenende nicht pflegen können. 

Oder aber: Flüchtige verwurzeln sich schnell am neuen Ort, das bisherige Leben verliert an Reiz, denn neue Eindrücke sind immer stärker als Vertrautes. Irgendwann wird die alte Amour "wie ein Zeitungsabo, das man vergessen hat zu kündigen" - so zynisch sinniert ein Betroffener über seine Fern-Ehe, die viele Jahre, bevor sie geschieden wurde, am Ende war. 

Aber nicht nur das soziale System der Gebeutelten wankt - auch ihr Hormonhaushalt gerät zuweilen durcheinander: In einsamen Stunden suchen die Liebes-Leidenden Trost, beginnen Affären, die die eigentliche Beziehung ruinieren können. Paarforscher Hans Wilhelm Jürgens, Leiter des Anthropologischen Instituts der Kieler Universität, analysiert mitleidsvoll: "Diese Affären sind selten leichtfertige Abenteuer, sondern haben mit der Suche nach Geborgenheit zu tun."

Doch für solch verständnisvolle Motivforschung haben Pendler-Partner keine Nerven. Viele berichten von diffuser Dauereifersucht. Der eine kennt das Umfeld des anderen nicht, weiß etwa nicht, ob die Kollegin, von der der Partner "verdächtig oft" spricht, es auf ihn abgesehen hat und wahrscheinlich am Ende der Grund ist, warum er die letzten Abende telefonisch nicht erreichbar war. 

Von wüsten Betrugsszenen, in einsamen Nächten imaginiert, erzählen viele, wollen aber öffentlich nicht dazu stehen, weil sie selbst dem Partner gegenüber die Eifersucht nicht zugeben würden. 

Denn wo für Romantik wenig Zeit bleibt, soll kein Zwist die kostbaren Stunden stören. Probleme zu bereden, sich gar zu streiten - damit tun sich Zwangsdistanzierte schwer. Zoffereien am Telefon oder zwischen Tür und Angel frustrieren, fehlen doch Muße und Nähe zur leidenschaftlichen Versöhnung. So werden Konflikte verschoben, Ärger staut sich auf, und irgendwann kann es so gewaltig krachen, dass die Beziehung auseinander fliegt. 

Ist die Teilzeitliebelei also eine Sackgasse, der Anfang vom Ende? 

Friedhelm Julius Beucher, 53, der wie alle Bundestagsabgeordneten zwischen Wahlkreis und Regierungssitz hin- und herreisen muss, sieht ziemlich schwarz, wenn er sich die Pendelprofis seines Berufsstandes anschaut: "Ehen von Abgeordneten sind alle latent gefährdet und enden oft im Desaster." 

Auch der Berliner Guido Sigl, 40, der als Ausbilder von Animateuren in Ferienclubs Fernbeziehungsopfer geradezu züchtet, glaubt nicht an  die erfüllte Liebe auf Distanz. "In der Regel", weiß er, "scheitern die Beziehungen der Animateure zu ihren Partnern daheim. Das Leben im sonnigen Club unterscheidet sich so sehr vom grauen Alltagstrott des anderen, dass man sich rasch fremd wird." Sigl kategorisch: "Wer die Liebe des Lebens gefunden hat, geht gar nicht erst weg." 

Und weil er selbst in die Ferne liebt - seine Freundin Claudia Schumann lässt sich in Wien zur Fachärztin ausbilden -, überlegt er,  ihr bald hinterherzuziehen. Die Freundin ist vorsichtiger: "Auf Dauer kann man zwar nicht getrennt sein", aber sich eine gute berufliche Basis aufzubauen sei eben auch ein wichtiger Teil der persönlichen Entwicklung. 

Der Wunschberuf als Liebestöter - mit dieser unglückseligen Tendenz beschäftigt sich auch Michel Domsch, Soziologieprofessor an der Bundeswehr-Universität Hamburg: Er beobachtet, dass heutzutage der Freund oder die Freundin ganz pragmatisch mit den Städten gewechselt wird, in die es die kosmopolitischen Arbeitnehmer verschlägt. Habe das 18. Jahrhundert die Liebesehe statt der schnöden Zweckehe propagiert, praktiziere das späte 20. Jahrhundert das berufskompatible Bündnis auf Zeit. 

Viele Paare, glaubt Domsch, leben dabei ein zermürbendes  "Eigentlich-Leben": Sie sehnen sich eigentlich nach einer stabilen Beziehung, sie wollen eigentlich keine Geburtstagsfeier ihrer Kinder verpassen. Ansprüche, denen Pendelpartner und -eltern selten gerecht werden. 

Tatsächlich zerbrechen 57 Prozent der Long-Distance-Beziehungen - so will das Magazin "Elle" herausgefunden haben. 
Die Frauenzeitschrift beziffert auch die Gründe für das Scheitern: 93 Prozent aller befragten Pendelkundigen (2096 Männer, 2123 Frauen) beklagen den Mangel an Zärtlichkeit, 91 Prozent ist der doppelte Lebensunterhalt zu teuer, 69 Prozent leiden an dem Gefühl, sich zunehmend auseinander zu leben. 

Paarforscher Jürgens findet aber auch ermutigende Worte: "Pendelbeziehungen können funktionieren." Die Partner müssten so nervenschonend wie möglich miteinander umgehen. Hilfreich sei es, Rituale zu schaffen, sich an Verabredungen zu halten. Ein wenig Kontinuität für die sporadische Zweisamkeit. 

Ein Ratgeberbuch ("Ich in Bremen, du in Zürich", Herder-Verlag) legt nahe, "Perspektiven zu schaffen", also das Getrenntsein als Übergangsphase zu begreifen, wohl wissend, dass man sich in nicht allzu ferner Zukunft auf einen Ort einigen wird. 

Schauspielerin Heike Makatsch, 28, hatte jedenfalls schnell die ständigen Trennungen satt. Sie zog nach wenigen Monaten zu ihrem Freund, dem Schauspieler Daniel Craig, nach London. 

Paare, die nicht so bald zusammenkommen können, müssen sich anders trösten: "Jedes Treffen ein Fest", heißt es im Ratgeber. Wenn sich die Schmachtenden schon den Unbilden von Autobahn, Zug und Flugzeug ausliefern, warum sollen sie dann das Rendezvous nicht exzessiv zelebrieren? 

Von diesem Vorsatz hält auch Unternehmensberater Rogahn viel.
Gerade weil auf ihn am Wochenende nicht nur die Ehefrau, sondern auch die beiden Kinder warten. Den Kleinen zuliebe versuche er, die Zeit so nett wie möglich zu gestalten: "Mal fahren wir an die See oder gehen gut essen. Andere Familien investieren ihr Geld in den Hausbau, wir in schöne Momente." 

Allgemein gilt: Pendler gehen gestaltungswütiger an Beziehungen heran als sesshafte Langzeitpaare, und sie sind tendenziell harmoniesüchtiger - keine schlechten Voraussetzungen für das Funktionieren einer Verbindung.

Ein weiterer Pluspunkt: Jeder ist durch die getrennte Haushaltsführung sein eigener oberster Dienstleister, leidige Abwasch- und Müllentsorgungsdebatten erübrigen sich meist. 

Und zuletzt: Das gewisse Fremdeln, das viele Partner empfinden, wenn sie nach längerer Auszeit aufeinander treffen, hat nicht nur Nachteile: Gerade Fremdheit trägt zur Spannung der ersten Verliebtheit bei - umso besser, wenn Paare dieses Gefühl immer wieder erneuern können. 

So ist nicht alle Hoffnung verloren, wenn sich die Fernbeziehung tatsächlich zur Lebensform der Zukunft entwickeln sollte. 

Denn in der absurden Logik der Liebe stimmen auch jene Worte, die Goethe im "Faust" seinen Oberon sagen lässt: "Gatten, die sich  vertragen wollen, lernens von uns beiden! Wenn sich zweie lieben sollen, braucht man sie nur zu scheiden."

SUSANNE BEYER, ULRIKE KNÖFEL Quelle

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Sehnsucht und der Vorfreude auf das Wiedersehen

 

Heißt Fortkommen heute fortgehen? 

Heute lebt - wer sich liebt - nicht mehr unbedingt zusammen. Waren es früher die Fernfahrer- oder Seemannsehen, in denen der eine Partner fast nie zuhause war, leben heute schon dreizehn Prozent aller Paare getrennt. Sie tun dies nicht immer freiwillig. Die weitaus meisten dieser Paare gehen aus beruflichen Gründen eine Trennung von "Tisch und Bett" ein. 

In Zeiten, in denen berufliches Fortkommen, der Beginn einer Ausbildung oder der Verlust des alten Arbeitsplatzes mit der Notwendigkeit zur Mobilität einhergehen, steigt die Zahl derer, die an unterschiedlichen Orten leben. So hat sich Zahl der Pendlerpartnerschaften in den letzten zehn Jahren verdoppelt und sie steigt ständig. Seit die Frauen nicht mehr ihren Männern folgen und ihren Beruf aufgeben oder ihre Karriere hintenan stellen, wie es noch in unserer Elterngeneration selbstverständlich war, bleibt heute vielen Paaren nur die räumliche Trennung, wenn es der Job verlangt. Viele Paare  lassen sich dabei auf neue Formen des Zusammenlebens ein, besonders für Paare mit Kindern ein nicht immer einfacher Alltag. 

Getrennt leben - vereint lieben 

Daß eine Wochenendehe nicht das Aus für die Liebe bedeuten muß, beweisen die vielen Paare, die sich trennen mußten, weil es der Job verlangte. Aber natürlich auch die Paare, die allzu enge Bindungen nicht ertragen können, und für die eine Fernbeziehung des Rätsels Lösung ist. 

Trotzdem ist für die meisten eine Ehe oder Beziehung auf Distanz nicht immer die ideale Lösung. Die Probleme stecken im Detail und kosten Zeit, Geduld und Geld. Für die mobilen Paare ist das Zusammensein immer eine Ausnahme, nie kehrt Alltag ein, jede Begegnung muß geplant werden, ständig wird der Koffer gepackt und man verbringt unendlich viel Zeit auf Reisen, außerdem mangelt es an Zeit für die Freunde und Verwandten, nirgendwo ist man so richtig zu Hause. Zwei Haushalte, häufiges Telefonieren und die ständigen Fahrten kosten viel Geld und immer wieder heißt es Abschied nehmen. 

Die Long-Distance-Liebe erfordert viel Pflege und Hege, denn im Vorbeigehen können keine Probleme gelöst werden. Die Paare müssen sich sofort aufeinander einstellen können, fremdeln ist nicht drin, dazu ist die Zeit zusammen zu kurz, sie müssen Leidenschaft auf Kommando entwickeln können und schnell und konzentriert ihre Probleme erörtern, besser noch, keine mitbringen in das kostbare Wochenende zu zweit. Tägliche Einsamkeit und manch verzehrende Stunde der Eifersucht gilt es auszuhalten.

Shuttle-Beziehungen sind eine große Herausforderung. 

Aber nicht selten steckt für die Paare in der Aufgabe der traditionellen Lebensform auch eine Chance. Die Liebe eines Pendlerpaares ist immer frisch und neu, geprägt von Sehnsucht und der Vorfreude auf das Wiedersehen,

Gewohnheiten können gar nicht zu Ermüdungserscheinungen im Ehealltag  führen. Im Berufsalltag haben sie alle Zeit der Welt sich zu engagieren. Sie können Karriere machen, ohne daß sie auf einen wartenden Partner Rücksicht nehmen müssen. Der Haushalt darf nach Single-Leben aussehen, denn niemand erwartet einen gefüllten Kühlschrank, man kann sich Freunde suchen, die dem Partner nicht unbedingt passen müssen. Das eigene Konto macht  unabhängig und nur wenn man es möchte, sieht man sich. 

Viele Zwänge sind verschwunden, die ein ständiges Zusammenleben fast  zwangsläufig mit sich bringen. Die Utopie eines freiwilligen Liebeslebens ohne Alltagsstreß scheint in greifbare Nähe gerückt. 

Sicher, manch einer mag zustimmend mit dem Kopf nicken, für viele aber ist und bleibt diese Beschreibung graue Theorie und hat wenig mit der Realität der betroffenen Paare zu tun hat. 

Die liegt wohl eher in einem Kompromiß zwischen den Wünschen und Vorstellungen. Von allem, was eine Beziehung zu bieten hat, ein bißchen, das erscheint den meisten Paaren das beste Rezept für eine stabile Beziehung zu  sein, sowohl für das ständige Zusammenleben als auch für die Liebe auf Distanz. Viele Wochenendpaare haben sich mit ihrer Situation arrangiert, andere sind immer noch auf der Suche nach einem funktionierenden Arrangement für ihre Fernliebe. 

Immer getrennt - rasch wieder zusammen? 

Haben die Paare sich erstmal an die Distanzbeziehung gewöhnt, stellt sich häufig ein typischer Wochenendrhythmus ein: Freitag nach der Arbeit schnell in den Zug oder das Flugzeug - das Auto lassen lange getrennt Liebende meistens stehen, denn selber fahren bedeutet Streß - und die kurze Ehe kann beginnen.
Für einige eine dauerhafte Lebensform. 

Für viele Paare aber ist die Wochenendehe nur eine Frage der Zeit und keine Dauerlösung. Gerade Paare mit Kindern wünschen sich ein rasches Ende der Wochenendfamilie und bei jungen Paaren, die in eine solche Beziehung hinein ein Kind bekommen, endet die Distanzbeziehung doch schneller als geplant, und die junge Mutter kehrt aus dem Mutterschutz nicht mehr an den Arbeitsplatz zurück. Aber auch das ist nicht zwangsläufig der Fall: Paare mit Kindern leben getrennt und obwohl nicht geschieden, bilden sie eine Alleinerziehenden-Familie. 

Obwohl die Lebensumstände sich gravierend geändert haben - die Lebensform Wochenendbeziehung ist ein Ausdruck davon - reagiert die Gesellschaft noch sehr schleppend auf die Bedürfnisse dieser Paare. Arbeitgeber, Finanzämter und andere Behörden, Bahnen und Fluglinien, Kindergärten und Schulen - auf die speziellen Sorgen und Bedürfnisse dieser Menschen haben sie keine Antworten. 

Aber wenigstens die Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung können Ehepaare und sogar Lebenspartner gegenüber dem Finanzamt geltend machen. So kann man z.B. Werbungskosten angeben und die Aufwendungen, die mit der doppelten Haushaltsführung zusammenhängen, wie Fahrten, Telefonkosten, zusätzliche Mietkosten etc. steuermindernd geltend machen. 

Daß Long-Distance-Partner nicht nur über viel Geduld, einiges an Geld und ein großes Organisationstalent verfügen müssen, um in allen Fährnissen bestehen zu können, die ihre noch immer seltenen Lebensumstände begleiten, steht da wohl außer Frage. 

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Die Entfernung ist für die Liebe wie der Wind für das Feuer. Das starke facht er an, das schwache bläst er aus.” 

Räumlich getrennt, seelisch vereint  - bei vielen jungenLiebespaaren ist dieser Zustand normal. 

Fast jeder hat schon einmal, und sei es nur für kurze Zeit, eine Fernliebe erlebt. Der Mainzer Soziologieprofessor Norbert Schneider hat nun im Auftrag des Bundesfamilienministeriums eine Studie über berufliche Mobilität und Lebensform” erarbeitet. Die Ergebnisse sollen am 12. Juli vorgestellt werden.

LIEBE AUF DISTANZ” NIMMT ZU
Die Liebe auf Distanz ist zwar (noch) nicht die Lebensform der Mehrheit, aber in Zeiten der Globalisierung ist das Reisen von A nach B - von der Arbeit zur Beziehung - für viele zwischen 18 und 39 Jahren normal geworden. Berufliches Fortkommen bedeutet heute oft Fortgehen. “Die Leitfigur unserer Zeit ist das mobile Subjekt -flexibel, ungebunden, leistungsstark”, sagt Soziologe Schneider.

Der aus diesem Idealbild entstehende Druck mache die Vereinbarkeit von Beruf und privatem Glück immer schwerer. Die Deutschen, die im internationalen Vergleich lange Zeit als “Mobilitätsmuffel” galten, würden immer mobiler, sagt Schneider. Jede achte Liebe etwa ist nach Schätzungen inzwischen eine gewollte oder ungewollte Fernliebe. 1985 sollen es nur halb so viele gewesen sein.

RHEIN-MAIN-GEBIET ALS HOCHBURG
Egal, ob Beamter oder Banker, Ingenieur oder Journalist, Monteur oder Manager, Student oder Stewardess: Millionen Paare sind betroffen, insbesondere unverheiratete Paare der Mittelschicht. “
In bestimmten Branchen - beispielsweise in Medienberufen oder bei Banken sowie im Universitätsbetrieb - sind Fernbeziehungen an der Tagesordnung”, sagt Lebensform-Experte Norbert Schneider, der selbst Erfahrungen mit einer Fernbeziehung hat. Das Rhein-Main-Gebiet, aber auch Berlin und Hamburg, gelten als Hochburgen von Fernliebenden.

Eines der vielen betroffenen Paare hat ein Buch über die Fernliebe geschrieben: Die in Bochum arbeitende Theaterwissenschaftlerin Karin Freymeyer und ihr Freund, der Journalist Manfred Otzelberger, der im 600 Kilometer entfernten Bayreuth lebt. Das Reportagebuch mit vielen Erlebnisberichten und Tipps verkauft sich nach Verlagsangaben sehr gut.

FERNLIEBENDE LEIDEN
Viele Fernliebende leiden. Das belegte vor einigen Jahren eine Umfrage der Zeitschrift “Elle” unter jeweils etwa 2000 fernliebenden Männern und Frauen. Fast alle beklagten den alltäglichen Mangel an Zärtlichkeit. Zwei Drittel hatten stets das Gefühl, sich auseinander zu entwickeln, die Hälfte war wegen der mangelnden Kontrolle regelmäßig eifersüchtig. Die durchschnittliche Fernbeziehung dauert der Umfrage zufolge etwa zwei bis drei Jahre. Dann kommt meist der Wendepunkt: Trennen wir uns oder ziehen wir zusammen?

Wenn man sich selten trifft, sieht man den Partner mit falschen Augen. Es gibt keine Nähe, nur punktuell.
Dazwischen ist ein großes Loch, das man auffüllt mit Mythen und Affären”, sagt Spanischstudent Lars (29), der eine Fernbeziehung mit einer Spanierin hatte. 

Verlagskauffrau Petra (31) ist da romantischer: “Ich lebe nur noch auf das Wochenende hin.” Unter der Woche, wenn sie ihre Freundin Carla nicht sehe, sei sie hingegen vor lauter Sehnsucht kein richtiger Mensch mehr. 

Der Frankfurter Maschinenbau-Ingenieur Jürgen (32), dessen Freundin in Düsseldorf lebt, sagt: “In Fernbeziehungen geht leider die Spontaneität verloren. Die Wochenenden müssen genau verplant werden. Das ist oft sehr anstrengend und kann zur Bewährungsprobe für die Liebe werden.”

LANGE ERFAHRUNGSWERTE
Dass es Erfahrungen mit der Fernliebe schon seit langem gibt, beweist ein Blick in philosophische Bücher. So hatte schon der altchinesische Philosoph Lao-Tse drei Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung folgende Weisheit zur Fernliebe parat: Die Entfernung ist für die Liebe wie der Wind für das Feuer. Das starke facht er an, das schwache bläst er aus.

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Wahrscheinlich aber brauchen wir den Abschied sogar notwendig, 
um uns des Einzigartigen und Außergewöhnlichen von Liebe bewußt zu werden.

Über Abschied
Renatus Deckert(Auszug) 

Am Anfang und am Ende des Lebens steht immer ein Abschied. Es sind die beiden großen Brüche in dem, was wir das irdische Dasein nennen. Erst durch sie definiert sich das Leben in seiner vergänglichen Spanne. 

Unverrückbar stehen sie da wie zwei geheimnisvolle steinerne Tore, die der Mensch durchwandert, wenn er in die Welt kommt und aus ihr hinausgeht. Dabei gleichen sie einander um ein Haar. Denn der Abschied folgt auch an den beiden Polen des Lebens nur einem einzigen Muster. Wie am Tag der Geburt die Nabelschnur durchtrennt wird, zerschneidet der Tod den hauchdünnen Faden, der die Seele an den Körper bindet. Mit einem Schnitt löst sich der Geist aus der Welt, die tote Hülle fällt zurück, um zu vergehen. Und immer ist die Angst Zeuge der Trennung. Die Angst des Ungeborenen, das plötzlich aus der dunklen Geborgenheit des Mutterleibes hervorgestoßen wird. Riesige Hände ziehen es in das blendende Licht, das Kind schreit. In diesem Augenblick erwacht das Leben in ihm. Der Abschied ist da und die Trennung vollzogen. Aus einem Teil des Mutterkörpers ist ein selbständiges Wesen geworden, ein fremder Mensch. Und ein neues Leben beginnt, das erst der Tod begrenzt, vor dem eine natürliche Angst liegt. Aber wenn wir in die Gesichter von Toten schauen, auf Fotografien vielleicht, erscheinen uns ihre leblosen Züge oft friedlich. Und wüßten wir nicht, daß sie gestorben sind, könnten wir glauben, daß sie schlafen. Es ist, als sei dieser zweite Abschied weniger schmerzhaft als der erste, an den wir uns im Leben nicht mehr erinnern. Im Tod, so glauben wir in den Gesichtern zu lesen, verstummt die Verzweiflung und verstummt das Alleinsein. Der Mensch geht wieder ein in den tiefen Schlaf im Mutterleib. 

Diese zwei sind die beiden existentiellen Abschiede im Dasein des Menschen.
Doch wieviele Trennungen liegen zwischen ihnen? Was ist nicht Abschied? 

Immer begleitet er uns wie ein unsichtbarer Schatten, so daß er oft unbewußt geschieht. Das Blatt, das im Herbst der Wind vom Zweige bricht und das taumelt und endlos fällt ... Das fremde Gesicht, das auftaucht in der Menge und wieder verschwindet, plötzlich und spurlos ... Die unbekannte Stimme, die sich in der nächtlichen Weite verliert ... Alles das ist Abschied. Wieder und wieder erleben wir ihn, tausendfach. Manchmal glaube ich fast, wir haben uns an ihn gewöhnt. Aber spätestens dann, wenn wieder ich selbst es bin, der die Treppen zum Bahnsteig hinaufgeht und begreift, daß etwas an seinem Ende angelangt ist, weiß ich, daß ich mich niemals abfinden werde mit diesem Riß, der die Welt zu zerbrechen scheint, wenn die Trennung da ist. 

Leben heißt, Abschied nehmen. Ohne das ist kein Fortschreiten denkbar. Denn wie Züge bewegen wir uns durch die Zeit. Die Gleise verbinden Gestern und Heute und Morgen. Aber niemals beginnt die Zukunft, und die Vergangenheit geht nie zu Ende. Unaufhaltsam zieht der Mensch seinen Weg. Im Fortgehen läßt er Orte hinter sich und Gesichter. Er wird nie zurückkehren in das, was gewesen ist. Und wenn er hinter sich blickt, so ist es wie Sand in seinen Augen. Die alten Bilder verblassen, ihre Umrisse verschwimmen in der Flut der Vergangenheit. Dieses Dahingleiten ist es, was uns rettet vor der Verzweiflung, die all diese Abschiede in uns auslösen könnten. Die Zeit trägt uns über Abgründe hinweg und läßt die brennenden Wunden vernarben. Sie allein kann den Schmerz lindern. 

Aber noch verweile ich bei jenem Augenblick des Abschiednehmens, wenn das Blut in den Kopf schießt und alles Gefühl anstürmt gegen das äußere Zerbrechen des Miteinanders. Da löst sich eine Bindung, ein Zusammenhang. Aus einem Paar werden zwei Menschen. Ein Ich nimmt Abschied von einem Du. Einer fährt fort, und einer bleibt zurück. Das ist ein Prozeß der Individuation. Beiden ist das bewußt, schmerzlich bewußt. Allen rationalen Überlegungen zum Trotz kämpft das Ich an gegen die Trauer, die in ihm aufsteigt. Aber natürlich rettet das Gefühl nicht, das in einer plötzlich hervorbrechenden Tränenflut aus tiefsten Tiefen geschwemmt wird. Der Abschied zeigt vielmehr, daß zwei Menschen nicht auf Dauer eins sein können, nur für Augenblicke in der Verschmelzung der Körper und Seelen, obwohl doch das immerwährende Einssein der ersehnte Traum aller Liebenden ist. Daß sie nicht mehr sind als zwei Individuen, die sich gefunden haben auf unbestimmte Zeit. In diesem Moment gilt es, gegen die Illusion anzukämpfen, nur Teil eines größeren Organismus zu sein und die andere Hälfte in diesem Augenblick zu verlieren. Christa Wolf prägte, wenn auch in anderem Zusammenhang, die Wendung vom «Schmerz der Subjektwerdung». Das trifft es vielleicht. Denn es ist notwendig, wieder zu sich selbst zu finden und wieder zu denken: Ich und Du, nicht immerfort nur Wir. Abschied zielt stets auf die Umkehrung dessen, was Liebe will. Er hat den Wunsch nach Entgrenzung und Aufhebung der Individuation in sein Gegenteil zu verkehren. Die Anerkennung des Leidens ersetzt die symbiotischen Sehnsüchte. Doch aus dieser Erkenntnis rinnt der Schmerz nur um so heftiger. Es ist das Leiden an dem Wissen, zurückgeworfen zu sein auf sich. Und es gilt, sich zu wehren gegen das, was Roland Barthes einmal so beschrieb: «Die Abwesenheit des Anderen drückt mir den Kopf unter Wasser.» 

Es ist ganz gleich, in welchen Spielarten der Abschied auftritt, ob er nur vorübergehend ist oder für immer oder aber ob es ein Wiedersehen geben wird in einer ungewissen Zukunft. Immer ist die erste Empfindung, wenn der Zug anfährt und schneller wird und jene winkende Hand immer kleiner und winzig und schließlich unsichtbar, ein Stein, der auf der Brust lastet. Selbst für die, die wissen, daß sie nicht dauerhaft getrennt sein werden, ist dieses Wissen kaum ein Trost. Die wenigsten von ihnen werden in diesem Moment jene vernünftige Gelassenheit eines Goethe empfinden, der vom Abschied sagt, daß er ein Fest sei, da auf ihn das Wiedersehen folge. Die Erkenntnis, daß man einen Verlust nur erträgt, indem man zu sich selbst zurückkehrt, «gewohnt, nur dasjenige schmerzlich zu empfinden, was wir persönlich für die Folge zu entbehren haben», ergänzt der Dichter in einem späten Brief noch durch den Gedanken, daß uns das andere Ich schließlich auch um seiner selbst willen hätte gegenwärtig bleiben können. Demnach brauchte der Abschied nicht jenes rohe Auseinanderreißen bedeuten, sondern die Ausdehnung des Verhältnisses über die Entfernung hinweg und den Tod hinaus. 

Wahrscheinlich aber brauchen wir den Abschied sogar notwendig, um uns des Einzigartigen und Außergewöhnlichen von Liebe bewußt zu werden. Daß sie eine zarte Pflanze ist, die immer von neuem Zuwendung braucht, um zu leben, da sie sonst verblüht. Es ist unumgänglich und nur zuträglich für die Liebe, daß wir den Schatten der Abwesenheit des geliebten Menschen spüren, um auch das Licht seines Daseins immer wieder neu zu fühlen. Denn Gefühle verändern sich, wenn wir uns an sie gewöhnen. Was aber heißt das? Rettet uns die Endlichkeit vor dem Stumpfsinn? Ist also das Paradies ebenso unerträglich wie die Hölle? Der ewige Traum der Menschheit würde sich als ein Alptraum offenbaren. Von Oscar Wilde stammt der kluge Satz, daß es zwar eine Tragik der lebenslang unerfüllten Wünsche gebe, größer aber die Tragik der erfüllten Wünsche sei. Sie ist darin zu sehen, daß man niemals weiß, was die langersehnte Erfüllung eines Wunsches tatsächlich bedeutet und um welchen Preis sie eintritt. 
[...] 

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Buchtipps zum Thema

Belletristik:
BOGEN, Uwe (1994): Die ferne Frau. Wenn die Liebe am Wochenende auf Reisen geht, Frankfurt a/M: Fischer Taschenbuch 

weiterführende Literatur:

neu Wendl, Peter: Gelingende Fern-Beziehung. Herder Verlag, 2005.
Norbert Schneider, Ruth Limmer, Kerstin Ruckdeschel: Mobil, flexibel, gebunden. Beruf und Familie in der mobilen Gesellschaft, Campus Verlag, 2002
Sylvia Gräbe, Erich Ott: ... man muß alles doppelt haben. Wochenpendler mit Zweithaushalt am Arbeitsort, LIT Verlag, 2004

Koller, Christine (2004): Liebe auf Distanz
Berger, Alexandra (2003): Liebe aus dem Koffer
Freymeyer/Otzelberger (2000): In der Ferne so nah. Lust und Last der Wochenendbeziehungen

Pfeifer, Franziska (1996): Ich in Bremen, Du in Zürich. Wenn Paare, die sich lieben, getrennt leben. Herder, Freiburg
Michael Lukas Möller (1996): Die Liebe ist das Kind der Freiheit.rororo-Taschenbuch, 1996
Willi (1996): Was hält Paare zusammen ? Der Prozeß des Zusammenlebens in psycho-ökologischer Sicht.Reinbek,Rowohlt 
Keil/Haak(1995): Partnerschaft leben lernen. Falken-Verlag Nr. 1518
Welter-Enderlin (1995): Paare, Leidenschaft und lange Weile. München: Piper Verlag
Schmitz-Köster, Dorothee (1990): Liebe auf Distanz. Getrennt zusammen leben, Reinbek: Rowohlt
Eder, Ruth (1990): Jeder lebt sein Leben und doch sind wir zusammen. Die Teilzeit-Ehe, München: Goldmann
Seul, Arnold (1989): Liebe auf Distanz. Der neue Trend: die Fernbeziehung, in: Wiener, April 
Schoenake, Theo (1988)r: Die neue Partnerschaft – Das Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz gewinnen.Goldmann
Ulrich Beck, Elisabeth Beck-Gernsheim: Das ganz normale Chaos der Liebe.
Standardwerk über Liebe, Ehe und die Konflikte damit in unserer modernen Gesellschaft, mit Rückblick in die Vergangenheit. 

Michael Lukas Möller: Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch. 1997.

Zeitschriften
Martina Wimmer: Reichen 48 Stunden für die Liebe?. Allegra, Nr. 7 1997.
Dorothee Schmitz-Köster: Liebe nur am Wochenende. Psychologie heute, Januar 1991.
WIE VIEL ZEIT BRAUCHT DIE LIEBE - 48 Stunden im Monat. Elle

 

Wissenschaftliche
PEUCKERT, Rüdiger (1999): Familienformen im sozialen Wandel
KIRSCHNER, Betty F./WALUM, Laurel R. (1978): Two-Location Families: Married Singles, in: Alternative Lifestyles, 1, 4, S. 513-525

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